WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Konjunkturprognose Altmaier senkt die Prognose, erwartet aber keine Krise

Peter Altmaiers Blick auf die Konjunktur ist eher skeptisch. Dennoch befürchtet er keine Krise. Quelle: REUTERS

Die Aussichten sind gedämpft. Aber für Wirtschaftsminister Peter Altmaier droht keine Konjunkturkrise. Vor allem internationale Handelskonflikte machen der Industrie zu schaffen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die Bundesregierung blickt skeptischer auf die Konjunktur im kommenden Jahr. Die Wirtschaft werde 2020 nur noch um 1,0 Prozent zulegen und damit spürbar geringer als noch im Frühjahr mit 1,5 Prozent erwartet, erklärte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag zu seiner neuen Konjunkturprognose und bestätigte damit einen jüngsten Reuters-Bericht. „Aber auch wenn die Aussichten aktuell gedämpft sind, droht keine Konjunkturkrise“, sagte Minister Peter Altmaier. Die exportorientierte Industrie stehe wegen Handelskonflikten, Brexit und anderer Unsicherheiten unter Druck. „Die Binnenkonjunktur ist jedoch weiterhin intakt, Beschäftigung und Einkommen steigen und der Bausektor ist weiter in Hochkonjunktur“, betonte der CDU-Politiker. Bis Ende 2020 werde die Zahl der Erwerbstätigen auf 45,4 Millionen steigen.

Für das laufende Jahr rechnet die Regierung weiter mit einem mageren Wachstum von 0,5 Prozent. Zum Vergleich: Anfang des Jahres hatte sie hier noch 1,8 Prozent veranschlagt. Doch die exportlastige Wirtschaft - und hier vor allem die Industrie - leidet unter den internationalen Handelskonflikten und der Unsicherheit durch den EU-Austritts Großbritanniens. So sei der Welthandel seit 2018 ins Stocken geraten, erklärte das Ministerium. „Besonders die globale Industrie- und Investitionsschwäche belasten die Exporte der deutschen Industrie.“ Allerdings dürfte bei der Entwicklung im internationalen Handel die Talsohle bald erreicht sein, hieß es.

Altmaier bekräftigte, er wolle mit seinen Vorschlägen für Mittelstand und Industrie Unternehmen stärken und die Konjunktur somit anschieben. „Wir brauchen jetzt Wachstumspolitik mit Steuerentlastungen und Bürokratieabbau, marktwirtschaftlichen Lösungen bei der Energiewende, Investitionen in Zukunftstechnologien und mehr Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung.“

Im zweiten Quartal 2019 war die deutsche Wirtschaft leicht geschrumpft. Experten erwarten, dass es auch im dritten Quartal ein Minus gegeben hat. Dann wäre Deutschland offiziell in der Rezession. Die Daten liegen aber noch nicht vor.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%