Konsumklima Glücklicher deutscher Verbraucher

Der Konsumklimaindex erholt sich leicht und steigt zum ersten Mal wieder seit März 2011. Die Käufer sind in guter Laune – vorerst.

ARCHIV - Kunden gehen und Quelle: dpa

Schuldenkrise, Rezessionsängste, Gefahren für die Banken – der deutsche Verbraucher lässt sich davon nicht beirren. Zumindest nicht bei seiner Einkaufslaune: der Konsumklimaindex steigt erstmals seit März um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Punkte im November, wie das Marktforschungsunternehmen GFK heute mitteilte. Experten hatten noch mit einem leichten Rückgang auf 5,1 Prozent gerechnet.

Als Grund für die gestiegene Freude am Einkaufen nannte GFK die optimistische Einschätzung der Bürger mit Blick auf ihre Finanzen. Die gute Beschäftigungslage und die Lohnsteigerung in diesem Jahr haben dazu beigetragen, dass die deutschen Verbraucher eine erhöhte Lust zum Geldausgeben haben.  Vor allem seien die Deutschen wieder bereit, mehr für Großeinkäufe auszugeben.

"Das Konsumklima ist derzeit stabil, große Stütze bleibt der Arbeitsmarkt. Wenn die Abkühlung in der Industrie nur eine Delle bleibt, muss es nicht dazu kommen, dass der Arbeitsmarkt bleibt", sagte ein Experte der Unicredit der Agentur Reuters.

Allerdings verunsichert die Diskussion um die Euro-Schuldenkrise und die drohende Pleite Griechenlands zunehmend die Bevölkerung. Ein GFK-Experte: "Die Verunsicherung ist auf internationaler Ebene doch stark angestiegen, die Konjunkturerwartungen befinden sich weiter auf Talfahrt."

Die GFK-Marktforscher haben für den Index eine Umfrage bei 2000 Menschen durchgeführt.  Wegen einer bevorstehenden Konjunkturabkühlung und der anhaltenden Schuldenkrise hatte sich der Index seit seinem Dreieinhalt-Jahreshoch im März 2011 von 6,0 Punkten stetig abwärts bewegt.

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