Konsumstudie Deutsche geben 300 Euro für Weihnachtsgeschenke aus

Schuldenkrise und schwächere Konjunktur haben die Kauflaune der Deutschen gedrückt. Trotzdem darf sich der Handel auf ein gutes Geschäft freuen. Rund 300 Euro will jeder Deutsche für Geschenke ausgeben.

Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2012
Platz 10Gadgets für den Gabentisch: Jeder Fünfte wünscht sich Notebook, PC oder Tablet-Computer zum Fest (22 Prozent). Quelle: dpa
Platz 9Geschenk für die Seele: Viele Menschen wünschen sich Massagen, Wellness- oder Schönheitsanwendungen (22 Prozent, Vorjahr: 21 Prozent). Quelle: dpa/dpaweb
Platz 8Smartphones werden immer beliebter: Wünschten sich 2011 noch 15 Prozent der Verbraucher ein Multimedia-Handy, sind es in diesem Jahr 23 Prozent. Auch die Auswahl ist in diesem Jahr deutlich größer – hier ein iPhone. Quelle: dapd
Platz 7Ringe, Ketten und Uhren sind traditionell beliebte Geschenke zum Fest. Wie im Vorjahr wünscht sich fast jeder Vierte Schmuck (23 Prozent). Quelle: dpa
Platz 6Alternative zu Bargeld: 24 Prozent der Deutschen wollen Geschenkgutscheine, deutlich weniger als im Vorjahr (36 Prozent). Quelle: dpa
Platz 5In den Parfümerien ist viel los: Kosmetik und edle Düfte sind zum Fest ein Renner und stehen bei jedem Vierten auf dem Wunschzettel (24 Prozent). Quelle: dpa
Platz 4In vielen Geschenken ist Musik drin: 26 Prozent der Verbraucher wünschen sich CDs. Quelle: dpa
Platz 3Nicht gerade billig, aber trotzdem beliebt: Jeder Vierte wünscht sich eine Reise (26 Prozent, 2011: 22 Prozent). Quelle: dpa
Platz 2Ein paar Schmöker für die kalten Tage – Bücher sind ein Geschenkeklassiker. 41 Prozent der Deutschen wünschen sich Lektüre. Allerdings ist die Leseleidenschaft laut der Deloitte-Umfrage deutlich zurückgegangen, 2011 standen Bücher noch auf jedem zweiten Wunschzettel (51 Prozent). Quelle: dpa
Platz 1Nur Bares ist Wahres. Nach diesem Motto wünschen sich 46 Prozent der Menschen in Deutschland Geld zum Fest, noch einmal mehr als im Vorjahr (2011: 43 Prozent). Quelle: dpa

Die Vorzeichen für das Weihnachtsgeschäft sind nicht gänzlich ungetrübt, denn Schuldenkrise und schwächere Konjunktur haben die Kauflaune der Deutschen getrübt: Das GfK-Konsumklima für Dezember fiel um 0,2 auf 5,9 Punkte, das ist der erste Rückgang seit Juni. Dass die Einzelhändler deswegen nervös werden müssten, sieht die GfK aber nicht. Die Kaufneigung der Deutschen sei nach wie vor sehr hoch. "Die hohe Beschäftigung bändigt die Angst vor Jobverlust und fördert damit die Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere, werthaltige Anschaffungen", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Wegen niedriger Zinsen sei das Sparen zudem wenig attraktiv. "Stattdessen tendieren die Konsumenten eher dazu, ihre finanziellen Ressourcen in werthaltige Anschaffungen zu investieren, als es den Banken zu überlassen."

Renner unterm Baum bleiben die Gleichen

O du fröhliches Weihnachtsgeschäft

285 Euro für Weihnachtsgeschenke will jeder über 14-Jährige in Deutschland in diesem Jahr durchschnittlich ausgeben. Insgesamt sind dies 14,9 Milliarden Euro und damit neun Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Marktforschungsinstitut GfK am Montag in Frankfurt mitteilte. Zudem werde viel Bargeld verschenkt - knapp ein Viertel der Deutschen will Bargeld oder Gutscheine unter den Weihnachtsbaum legen. Von den so verschenkten rund 3,4 Milliarden Euro dürfte ein Großteil nach dem Fest ebenfalls in die Kassen der Händler fließen. Zu den Dauerbrennern bei den Geschenken gehören laut GfK außerdem Bücher, Spielwaren und Kleidung, gefolgt von Kosmetikartikeln und Parfüm.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

„Während sich bei den Rennern unterm Weihnachtsbaum im Vergleich zum letzten Jahr wenig verändert hat, zeigen sich beim Einkaufsverhalten deutliche Unterschiede“, berichtete die GfK. Vor allem Kameras, Software und Haushaltsgeräte würden einer Studie zufolge vermehrt über das Internet bestellt. Der Online-Handel profitiert dementsprechend stark vom Weihnachtsgeschäft. In nahezu allen Produktbereichen steige die Zahl der Personen, die online einkaufen wollen. Spitzenreiter seien Abos und Veranstaltungs-Tickets, es folgen Software und Spielkonsolen. Der Online-Auftakt in den USA war vielversprechend verlaufen: vergangenen Freitag wurden dort erstmals binnen eines Tages mehr als eine Milliarde Dollar im Internet umgesetzt. Insgesamt blieben die US-Konsumenten angesichts der mauen Konjunktur zum Start des Weihnachtsgeschäfts allerdings zurückhaltender als im vergangenen Jahr, trotz etlicher Rabatt-Aktionen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%