Krise nicht vorbei IMK-Forscher erwarten nur schwache Konjunkturbelebung

Das gewerkschaftsnahe Institut IMK sieht keinen großen Aufschwung in Deutschland kommen. Dazu liege in Europa noch zu vieles im Argen.

Deutschlands wichtigste Handelspartner
Russische Föderation Quelle: dpa-tmn
Belgien Quelle: REUTERS
Die Schweizer Landesfahne weht am Großen Aletschgletscher Quelle: ZB
Die Österreichische Flagge Quelle: dpa
assanten und Fahrzeuge passieren in Rom das Kolosseum Quelle: dapd
Lichtereines vorbei fahrenden Busses strahlen vor dem Big Ben in London Quelle: Reuters
Eine US-Flagge weht vor der Freiheitsstatue Quelle: REUTERS
Platz 3: ChinaDie Nummer drei der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik geht an China. Die Volksrepublik importierte 2012 Waren im Wert von 66,6 Milliarden Euro. Andersherum importierten die Deutschen chinesische Waren im Wert von 77,3 Milliarden Euro. Insgesamt kommt das Handelsaufkommen zwischen der Bundesrepublik und China somit auf einen Wert von 143,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr übrigens ein Rückgang von 0,3 Prozent. 2011 waren es noch 144,4 Milliarden Euro gewesen. Quelle: REUTERS
Niederlande Quelle: dpa
Frankreich Quelle: dpa

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erwartet 2014 nur eine schwache Belebung der Konjunktur in Deutschland. Grund dafür sei die Schwäche vieler europäischer Handelspartner, sagte IMK-Direktor Gustav Horn am Montag in Berlin. Das Institut in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Die Prognose liegt damit unter der Vorhersage anderer großer Institute, die einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 bis 1,9 Prozent erwarten.
Weil die „überharte Sparpolitik“ derzeit etwas gelockert werde, finde der Euroraum insgesamt 2014 aus der mehrjährigen Rezession heraus. „Aber das reicht längst noch nicht, um die Krise abhaken zu können. Die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern lastet weiter massiv auf Europa“, sagte Horn.

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Es sei illusorisch zu glauben, dass die schwachen Länder allein mit Exporten ins außereuropäische Ausland die Krise überwinden könnten. Vielmehr sei es nötig, in Ländern mit Außenhandelsüberschüssen die Nachfrage zu stärken. „Auf diese Weise würde nicht nur die Konjunktur im jeweiligen Land unterstützt, sondern auch den Krisenländern bessere Chancen im innereuropäischen Handel eröffnet“, argumentierte der IMK-Chef.
Deutschland leide weiterhin unter einer Investitionsschwäche. Die Mehrausgaben von 23 Milliarden Euro bis 2017 für Infrastruktur, Bildung und Forschung seien viel zu gering, um einen nennenswerten Effekt zu erzielen. Die große Koalition bleibe bei diesem zentralen Problem eine Lösung schuldig.

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