WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Lahmende BRIC-Staaten Konjunkturalarm am Weltmarkt

Jahrelang lief die deutsche Ausfuhr im Windschatten der BRIC- Staaten auf Hochtouren. Jetzt purzeln in Brasilien, Russland, Indien und China die Wachstumsraten. Säuft der Motor der Weltwirtschaft ab? Nein, sagen Experten. Aber das Turbo-Wachstum dieser vier Schwellenländer ist passé. Die deutschen Exporteure stellen sich auf magere Zeiten ein – und die Konjunktur gerät in Gefahr.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Grafik Deutscher Außenhandel mit den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China

Wenn Englands Investmentguru Jim O’Neill der deutschen Sprache mächtig wäre, hätte er wohl eine andere Wortschöpfung kreiert. Im August empfahl der Chef der Vermögensverwaltung der Investmentbank Goldman Sachs, Erspartes in MIST-Staaten anzulegen. O’Neill versteckt hinter diesem Kürzel die Länder Mexiko, Indonesien, Südkorea und Türkei – Märkte, in denen aus seiner Sicht bald richtig die Post abgeht.

Vor zehn Jahren schon hatte O’Neill mit einem anderen Vier-Buchstaben-Kürzel einen weltweiten Erfolg gelandet. Damals entdeckte er die BRIC-Staaten als Wachstumsturbo der Weltwirtschaft. Sie beschleunigten vor allem auch die deutsche Exportwirtschaft, die vom Aufschwung in Brasilien (siehe 'Flaute am Zuckerhut' , Russland, (siehe 'Russland hängt am Öl wie ein Junkie an der Nadel') Indien und (siehe 'Indien taumelt am Rande einer Krise' ) China (siehe 'Mit Chinas Turbo-Wachstum ist es aus') übermäßig profitierte. Binnen zehn Jahren steigerte das Quartett den Anteil an der Weltwirtschaftsleistung von 11 auf 25 Prozent. Die deutschen Exporte in diese Länder verdreifachten sich.

Ausnahmeerscheinung Turbo-Wachstum

Jetzt zeigt sich, dass das Turbo-Wachstum in diesen vier Ländern eine Ausnahmeerscheinung war: Russland und Brasilien profitierten von hohen Rohstoffpreisen, China vom hohen Staatskonsum, Indien vom rasanten Bevölkerungswachstum. Dazu kommt: „BRIC-Länder sind zehn Jahre über dem Durchschnitt gewachsen, da ein Entwicklungsdefizit enorme Nachfrageschübe bei Konsum- und Industriegütern befeuert hat“, sagt Dirk Hällmayr vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte in Frankfurt.

Nun ist der Aufholprozess weit gediehen. Zwar wachsen alle vier Länder weiter (siehe Länderporträts Brasilien, Russland, Indien, China). Aber „das langfristige Wachstum in den BRIC-Staaten wird sich abschwächen“, sagt Dirk Schumacher, Chefvolkswirt für Europa bei Goldman Sachs.

Schlusslicht Brasilien

Reales Wirtschaftswachstum der Bric-Staaten

 

2010

2011

2012

Brasilien

7,5 %

2,7 %

2,5 %

Russland

4,3 %

4,3 %

3,0 %

China

10,4 %

9,2 %

8,4 %

Indien

8,2 %

7,5 %

5,9 %

Quelle: HSBC

Hohe Exportvolumina

Für die deutsche Wirtschaft hat dies einschneidende Folgen. Zu sehr haben sich hiesige Unternehmen an zweistellige Zuwächse in den BRIC-Staaten gewöhnt. Kippelig ist die deutsche Konjunktur schon jetzt: Hohe Exportvolumina von mehr als einer Billion Euro jährlich gaben ihr bis zuletzt noch Stabilität. Doch sinkt die Ausfuhr, kommt der Abschwung. Ist Deutschlands sonderbarer Boom infolge des Abschwungs der Weltwirtschaft und der Euro-Krise schon bald vorbei?

Das Schreckgespenst der Rezession geht wieder um. Wenn Brasilien, Russland, Indien und China die Puste ausgehe, werde „die weltweite Nachfrage nach deutschen Produkten erheblich leiden“, sagt Kai Carstensen, Konjunkturchef beim Münchner ifo Institut.

Wirtschaftliches Zentrum

China ist nach Frankreich und den Niederlanden nicht nur Deutschlands drittwichtigster Handelspartner, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum Asiens. Wenn China schwächelt, spüren das auch Länder wie Indonesien oder Malaysia – ebenfalls wichtige Absatzmärkte deutscher Exporteure.

Deutsche Konjunkturforscher haben das im Blick. Rolf Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, sagt: „Eine deutliche Schwächung von Chinas Wachstums würde die deutsche Exportwirtschaft stark treffen.“

Abhängigkeit von Wachstumsmotoren

Deutsche Unternehmen registrieren diese Entwicklung mit Sorge. Ihre Abhängigkeit von diesen Wachstumsmotoren hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. 1999 exportierten sie Waren im Wert von etwa 20 Milliarden Euro in die BRIC-Staaten, das war rund ein Drittel der Ausfuhren in die USA.

2011 bereits führten sie Waren im Wert von mehr als 120 Milliarden Euro in die BRIC-Staaten aus, fast doppelt so viel wie in die USA. China avancierte in dieser Zeit zum fünftgrößten Abnehmer für deutsche Produkte – von Platz 16.

Die BRICs übertrumpften sogar die sonst so bedeutenden Exporte in die europäischen Länder Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien, die sich im vergangenen Jahr aufgrund der Euro-Krise in der Summe nur noch deutsche Güter im Wert von 113,5 Milliarden Euro leisten konnten. Damit konnte das kräftige Wachstum in den BRICs die gesunkene Nachfrage aus der Euro-Zone mehr als ausgleichen. So sanken etwa in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Ausfuhren nach Spanien um fast zwei Milliarden Euro gegenüber dem zweiten Halbjahr 2011.

Wichtig für die deutsche Automobilindustrie

Gleichzeitig stiegen aber die Ausfuhren nach Russland um mehr als zwei Milliarden Euro. Besonders wichtig sind die BRIC-Länder für die deutsche Automobilindustrie. 17 Prozent aller Pkws exportierte sie 2011 in diese Märkte, um fast 30 Prozent wuchsen die Ausfuhren innerhalb des vergangenen Jahres.

Prognose Welt-Automarkt 2012

Nur so konnte sich die deutsche Wirtschaft von der schwelenden Schuldenkrise in Europa abkoppeln. Sie wuchs im vergangenen Jahr um drei Prozent, und 2012 werde das Plus immerhin noch bei mindestens einem Prozent liegen, lauteten bis vor Kurzem die Prognosen. Doch jetzt rudern die Analysten kräftig zurück. Allenfalls 0,5 Prozent Wachstum seien in diesem und im nächsten Jahr drin, heißt es bei der Commerzbank, die Deutsche Bank erwartet immerhin noch 0,8 Prozent.

Runde Konjunktur im ersten Quartal

Das liegt aber vor allem am ersten Quartal, in dem lief die Konjunktur noch rund. Für das zweite Halbjahr erwarten die Deutsche-Bank-Volkswirte, dass die Wirtschaft fast nicht wächst, sogar ein Schrumpfen halten sie für möglich.

Der Grund: Zusätzlich zur schwachen Weltwirtschaft kommen auch die Einschläge durch die Euro-Krise näher. Deutschlands Nachbarländer können sich unsere oftmals teuren Ausfuhrgüter nicht mehr leisten.

Im Juni unterschritten die deutschen Ausfuhren in die Länder der Währungsunion ihr Vorjahresniveau um drei Prozent, und auch die weltweite Nachfrage kühlt ab: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Prognose des globalen Wirtschaftswachstums für 2012 jüngst auf 3,5 Prozent gesenkt – nach 3,9 Prozent im Vorjahr.

Rückläufige Investitionen

Diese Volkswirtschaften geben 2050 den Ton an
Skyline Berlin schön Quelle: dpa
Eine Frau verkauft Hülsenfrüchte Quelle: REUTERS
Platz 9: Russland und der IranDank erneut hoher Ölpreise und einer stark steigenden Konsumnachfrage ist das russische BIP im Jahr 2011 laut amtlicher Statistik um 4,3 Prozent gewachsen. Für die kommenden drei Jahre sagen die HSBC-Experten Wachstumsraten in ähnlicher Größenordnung voraus. Sie gehen davon aus, dass Russland bis 2050 durchschnittlich um 3,875 Prozent wächst. Damit würde das Riesenreich in der Liste der größten Volkswirtschaften der Welt von Rang 17 (2010) auf Rang 15 steigen. Ebenfalls eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3,875 Prozent bis 2050 prophezeit die britische Großbank dem Iran. Im Jahr 2011/2012 betrug das Bruttoinlandsprodukt Schätzungen zufolge circa 480 Milliarden US-Dollar. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Irans zählen die Öl- und Gasindustrie, petrochemische Industrie, Landwirtschaft, Metallindustrie und Kfz-Industrie. Die Inflationsrate wird von offizieller Seite mit 22,5 Prozent angegeben, tatsächlich liegt sie bei über 30 Prozent. Die Arbeitslosenrate beträgt offiziellen Angaben zufolge 11,8 Prozent. Quelle: dpa-tmn
Ginza-Viertel in Tokio Quelle: dpa
Mexikanische Flagge Quelle: dapd
Copacabana Quelle: AP
Baustelle in Jakarta Quelle: AP

Das wäre das schwächste Plus seit 2009, als die globale Wertschöpfung um ein halbes Prozent zurückging. Dass die Welt damals trotz der Verwerfung im US-Finanzsystem nach einem katastrophalen Einbruch sogleich wieder zurück zum Wachstum fand, war vor allem China zu verdanken, wo die Zentralregierung mit staatlichen Investitionen massiv die Nachfrage steigerte – was sich Peking heute nicht mehr leisten kann.

Kaum ein Land ist so abhängig von Exporten wie Deutschland. Das bescheidene Plus im vergangenen Quartal von 0,3 Prozent kam vor allem wegen des positiven Außenhandelsbeitrags von 0,3 Prozent zustande. Besonders die rückläufigen Investitionen machen der deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen. Im zweiten Quartal dieses Jahres verringerten sich diese um 0,3 Prozent.

Die deutschen Unternehmen sind wegen der Euro-Krise verunsichert und meiden langfristige Anlageentscheidungen. Die Geschäftsaussichten haben sich deshalb deutlich eingetrübt. Der ifo-Index, das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, ist im August den vierten Monat in Folge gefallen und erreichte mit 102,3 Punkten den niedrigsten Stand seit März 2010.

Entwicklung der Auftragslage

Manche Volkswirte bleiben zwar optimistisch und behaupten, die Stimmungsindikatoren überzeichneten die tatsächliche Situation. Doch auch harte Indikatoren zeigen eindeutig abwärts: Die deutsche Industrieproduktion fiel im Juni um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem sie im Mai noch um 1,7 Prozent gestiegen war. Besonders bedrohlich: die Entwicklung der Auftragslage der deutschen Unternehmen. Sie brach im Juni um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat ein und war damit 5,5 Prozent geringer als noch im Juni 2011.

ThyssenKrupp hat die Rezession bereits erwischt. Der Stahlkonzern leidet besonders unter der schwachen Auftragslage und dem Preisrückgang für Edelmetall. Die Duisburger meldeten vergangene Woche bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr Kurzarbeit an. Betroffen sind rund 450 Beschäftigte im Bochumer Werk der ThyssenKrupp-Tochter Nirosta. Und auch der Automobilzulieferer Schaeffler denkt über Kurzarbeit nach.

Hoffnung auf dem privaten Konsum

Analysten setzen nun all ihre Hoffnung auf den privaten Konsum. Er soll die Wirtschaft stützen, eine Rezession verhindern. Nach Schätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin für die WirtschaftsWoche ist er im zweiten Vierteljahr um 0,5 Prozent gestiegen. Doch schon im dritten Vierteljahr wird er wieder an Schwung verlieren, das Plus werde dann nur noch bei 0,2 Prozent liegen, schätzen die DIW-Ökonomen. Die kräftigen Lohnerhöhungen und die niedrigen Zinsen tragen dazu bei, dass die Bundesbürger ihre Spareinlagen auflösen und wieder mehr einkaufen. Das Konsumklima-Barometer der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) blieb deshalb trotz Euro-Krise und Konjunkturflaute im August stabil. Im Gegensatz zum Vorjahr stieg der Index sogar leicht um 0,6 Zähler.

Doch die Kauflaune dürfte den meisten bald vergehen: Die Zahl der Arbeitslosen steigt seit April wieder. Die Arbeitslosenquote verharrte zwar im August bei 6,8 Prozent, doch die Zahl der Erwerbslosen ist um 29.000 auf rund 2,9 Millionen gestiegen; saisonbereinigt waren 9000 Menschen mehr ohne Job als im Vormonat.

Stützpfeiler Konsum

Wie viele Arbeitsstunden ein Kotelett kostet
Das Institut für Wirtschaft Köln kam in seiner Studie zu dem Ergebnis, dass Löhne und Preise proportional gestiegen seien. 2011 bekam ein Arbeitnehmer für die geleistete Arbeitsstunde netto 45 Prozent mehr Lohn als vor 20 Jahren. Die Warenpreise seien im selben Zeitraum um 43 Prozent geklettert. Arbeitnehmer müssen dementsprechend für einen identischen Warenkorb heute genauso lange arbeiten wie zu Beginn der 1990er Jahre. Quelle: dpa/dpaweb
Anders verhält es sich für ostdeutsche Arbeitnehmer. Bei ihnen sei die Kaufkraft in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 21 Prozent gestiegen, sagte ein Institutssprecher. Seit der Wiedervereinigung hätten sich die Entgelte in Ostdeutschland fast verdoppelt, die Preise für Waren und Dienste seien um knapp 70 Prozent gestiegen - und damit weniger stark. Die Löhne und Gehälter seien im Osten aber immer noch deutlich niedriger als im Westen. Quelle: dpa/dpaweb
Lebensmittel hat der teils als „Teuro“ verschriene Euro laut der Studie nicht teurer gemacht. Eine Flasche Kölsch erfordere damals wie heute den Gegenwert von drei Arbeitsminuten an der Werkbank oder im Büro. Quelle: dpa/dpaweb
Je nach Konsumverhalten seien Produkte auch günstiger geworden: Für ein Schweinekotelett reichten pro Kilo Fleisch statt 36 Minuten bereits 30 Minuten Arbeit. Quelle: dpa/dpaweb
Auch Alltagsgüter wie Kleidung seien durch einen vergleichsweise geringeren Preisanstieg schneller verdient als im Jahr 1991. "Für einen Herrenanzug beträgt die Arbeitszeitersparnis immerhin mehr als fünf Stunden, für Damenpumps eindreiviertel Stunden", betonte das IW. Quelle: dpa/dpaweb
Auch viele Elektronikprodukte sind erschwinglicher geworden. "Der Arbeitszeiteinsatz für einen Fernseher ist von über 76 auf nur noch 30 Stunden gesunken - obwohl man für den selben Preis heute ein Flachbildgerät mit Full-HD-Auflösung bekommt." Quelle: dpa/dpaweb
Allein mit dem Benzinpreis konnten die Löhne und Gehälter nicht mithalten, wie das IW einräumt: Für eine Tankfüllung musste 2011 fast zwei Stunden länger gearbeitet werden als zwanzig Jahre zuvor. Quelle: dapd

Laut DIW-Ökonom Simon Junker drohen vor allem bei exportabhängigen Unternehmen bald Kurzarbeit und Beschäftigungsabbau. Setzt sich dieser Trend fort, dürfte der Stützpfeiler Konsum schnell morsch werden – und die deutsche Wirtschaft in die Rezession stürzen.

Mit ernsten Folgen: Im Verlauf der jüngsten Krise stieg die Staatsschuldenquote von 2008 bis 2010 um 16 Prozentpunkte auf 83 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Eine erneute Krise solchen Ausmaßes würde zu einem Anstieg der Verschuldung auf rund 100 Prozent führen – und damit ein Niveau erreichen, das generell als Überschuldung gilt. Das wiederum hätte die sattsam bekannten Folgen für das Rating und die Zinsen, zu denen Deutschland Kredite an den Finanzmärkten aufnehmen könnte.

So bleibt der deutschen Wirtschaft nichts anderes übrig, als ihr Heil erneut jenseits der Grenzen zu suchen – und weitere Märkte abseits der BRIC-Staaten zu erschließen. In diese Kerbe schlägt auch Jim O’Neill, der Wortakrobat der Globalisierung.

Fabers düstere Prognose für China
Marc Faber Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche
Rio de Janeiro Quelle: dapd
Kupfermine in Chile Quelle: IVAN ALVARADO
Taipeh 101 Quelle: dpa/dpaweb
Casino in Macau Quelle: REUTERS
Louis Vuitton in Shanghai Quelle: AP
Transformator Quelle: REUTERS

MIST und BRIC

In seinem MIST-Konzept zählt er neben Mexiko, Südkorea und der Türkei auch Indonesien als verheißungsvollen Zukunftsmarkt auf. Das größte muslimische Land der Welt zählt 240 Millionen Einwohnern und gilt als heißer Tipp für Investoren.

Märkte wie Vietnam oder Thailand treiben zwar schon wegen der räumlichen Nähe vor allem mit China Handel – aber die Rolle deutscher Unternehmen nimmt zu. Die Länder wollen sich aus der konjunkturellen Abhängigkeit vom Reich der Mitte befreien. Mit rund 600 Millionen Einwohnern ist Südostasien als Wirtschaftsraum größer als die EU – und ein Markt, der für Deloitte-Berater Dirk Hällmayr ein Riesenpotenzial birgt.

Konjunktur



Passender Fonds

Doch ganz so ernst nimmt die Branche Jim O’Neill nicht mehr. Vor wenigen Jahren definierte er unter dem Schlagwort „next Eleven“ elf Zukunftsmärkte – zufällig jene, für die auch Goldman Sachs einen passenden Fonds im Angebot hat.

Inzwischen ist mit dem Iran ein Zukunftsmarkt herausgeflogen; zumindest dürfte ein Investment dort durch US- und EU-Sanktionen schwerfallen. Die Welt ist eben doch heterogener, als dass man sie nach Art von Investmentbankern mit einprägsamen Kürzeln erklären kann.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%