Niedrige Energiepreise Inflation im Euro-Raum sinkt auf 1,3 Prozent

Trotz kräftig steigender Lebensmittelpreise sinkt die Inflation in der Euro-Zone. Waren und Dienstleistungen in den 17 Euro-Ländern verteuerten sich im August um durchschnittlich 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat.

Wo das Geld am schnellsten an Wert verliert
Die Bevölkerung im Jemen fordert, ihren ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh zur Rechenschaft zu ziehen - für die getöteten Bürger während der Jasmin-Revolution. Das Land verzeichnet derweil eine Inflation in Höhe von 17,61 Prozent. Quelle: IWF, Angaben in Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Quelle: dpa
Suriname: 17,71 Prozent. In der Hauptstadt Paramaribo protestieren politische Aktivisten gegen die kürzlich beschlossenen Amnestiegesetze. Diese gewähren dem Präsidenten Desi Bouterse Straffreiheit. Er und weitere Politiker werden beschuldigt, 1982 Oppositionelle während der damaligen Diktatur ermordet zu haben. Quelle: REUTERS
Sudan: Der Präsident Omar al-Bashir lässt sich für die Befreiung der Heglig Öl-Felder von Süd-Sudan feiern. Die Inflationsrate liegt bei 18,09 Prozent. Quelle: dpa
China hat der African Union einen Hauptsitz gespendet. Das neue Gebäude befindet sich in der Hauptstadt von Äthiopien, Addis Abeba. Die Inflation liegt hier bei 18,11 Prozent. Quelle: dpa
Im ehemaligen Bürgerkriegsland Sierra Leone liegt die Inflation bei 18,46 Prozent. Quelle: REUTERS
Vietnam: 18,69 Prozent Quelle: REUTERS
Iran: 21,30 Prozent Quelle: dapd

Im Juli waren es noch 1,6 Prozent, wie Eurostat mitteilte. Verantwortlich für den Rückgang sind der Statistikbehörde zufolge sinkende Energiepreise. Damit herrschen weiter stabile Preise, die die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten bis knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht.

Größter Preistreiber waren Nahrungsmittel, die sich um 3,2 Prozent verteuerten. Vorausgegangen waren schlechte Ernten, die das regenreiche Frühjahr und der heiße Sommer mit sich brachten. Energie verbilligte sich dagegen um 0,3 Prozent, nachdem beispielsweise die Weltmarktpreise für Öl wegen der schwächeren globalen Konjunktur nachgegeben hatten.

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Die EZB sieht auch in naher Zukunft keine größeren Inflationsgefahren. "Der Preisdruck wird mittelfristig gedämpft bleiben", sagte ihr Präsident Mario Draghi. Für dieses Jahr rechnet die EZB mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,4 Prozent, für 2014 sogar nur von 1,3 Prozent.

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