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Niedrigster Wert seit November 2009 Inflationsrate in der Euro-Zone fällt auf 0,7 Prozent

Die ohnehin niedrige Inflation in der Euro-Zone ist im Februar wieder gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte.

Die höchsten Inflationen aller Zeiten
Turkmenistan, Januar 1992 - November 1993Währung: Manat Tägliche Inflationsrate: 5,71 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 12,7 Tage Quelle: Institute for Applied Economics, John Hopkins University Baltimore Quelle: AP
Armenien, Oktober 1993 - Dezember 1994Währung: Rubel Tägliche Inflationsrate: 5,77 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 12,5 Tage Quelle: REUTERS
China, Oktober 1947 - Mitte Mai 1949Währung: Yuan Tägliche Inflationsrate: 14,1 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 5,34 Tage
Griechenland, Mai 1941 - Dezember 1945Währung: Drachme Tägliche Inflationsrate: 17,9 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 4,27 Tage
Deutschland, August 1922 - Dezember 1923Währung: Papiermark Tägliche Inflationsrate: 20,9 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 3,70 Tage
Republika Srpska, April 1992 - Januar 1994Währung: Dinar Tägliche Inflationsrate: 64,3 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 1,41 Tage
Jugoslawien, April 1992 - Januar 1994Währung: Dinar Tägliche Inflationsrate: 64,6 Prozent Zeitraum, in dem sich die Preise verdoppelten: 1,41 Tage Quelle: dpa

Einen niedrigeren Wert hat es seit November 2009 nicht mehr gegeben. In den beiden Vormonaten hatte die Teuerungsrate bei 0,8 Prozent gelegen. Für den Rückgang sorgten fallende Preise für Heizöl und Benzin. Die schwache Inflation sorgt die Europäische Zentralbank (EZB). Sie spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. In Krisenstaaten wie Griechenland (-0,9 Prozent) und Zypern (-1,3) fallen die Preise sogar. Das nährt bei den Notenbanker die Sorge vor einer Deflation, einem für die Konjunktur gefährlichen Preisverfall auf breiter Front. In Erwartung stetig weiter fallender Preise halten sich die Verbraucher dabei mit Käufen zurück, mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft.

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Die EZB rechnet in diesem Jahr lediglich mit einer Teuerungsrate von 1,0 Prozent, die 2015 auf 1,3 Prozent steigen soll. Aus Furcht vor einer Deflation hatte sie ihren Leitzins im November 2013 auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt, um mit billigem Geld Investitionen und Konsum anzukurbeln.

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