OECD und UN Agrarpreise bleiben laut Experten stabil

OECD UN Landwirtschaftsausblick Quelle: dpa

Nachdem die Preise für Getreide-, Fleisch und Fischproduktion 2017 auf ein Rekordniveau kletterten, sollen die Kosten für Agrarprodukte langfristig aber konstant bleiben.

Die Weltmarktpreise für Agrarprodukte dürften laut einem Expertenbericht im kommenden Jahrzehnt stabil bleiben. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die UN-Organisation für Ernährungs- und Landwirtschaft (FAO) rechnen mit einem schwächeren Wachstum der Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten. Zum anderen gehen sie davon aus, dass die Produktivität der Branche weiter zulegt. Die Preise dürften deshalb niedrig bleiben, heißt es im Landwirtschaftsausblick der Organisationen, den sie am Dienstag in Paris vorstellten.

2017 habe die Getreide-, Fleisch und Fischproduktion sowie die Produktion von Milchprodukten ein Rekordniveau erreicht. Getreidereserven befänden sich mit 250 Milliarden Tonnen auf einem historischen Höchststand. Zugleich steige die Nachfrage nach den meisten Agrarprodukten nicht mehr so stark an, hieß es weiter. Das Nachfrageplus sei zuvor vor allem einer wachsenden Mittelschicht in China geschuldet gewesen. Diese Wachstumsquelle lasse nun nach.

Die Bedingungen seien damit sehr anders als zur Zeit der drastischen Anstiege der Nahrungsmittelpreise 2007 und 2008, heißt es in dem Bericht. Die Preise blieben aber absehbar weiterhin über dem Niveau zu Beginn der 2000er-Jahre.
Für Afrika rechnen die Autoren südlich der Sahara mit einem starken Wachstum der Agrarproduktion - dieses werde jedoch nicht ausreichen, um die Bedürfnisse der Region zu decken.

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