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Ökonomengipfel Wird der Euro überleben?

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Trotz all der Probleme zeigten sich die meisten Ökonomen in Denver überzeugt, dass die Euro-Zone nicht auseinander fallen wird. Der Euro habe den Europäern viele Vorteile wie den Wegfall von Wechselkursrisiken gebracht. Zudem sei er zum Sinnbild der europäischen Einigung geworden, hieß es. Die Regierungen würden daher alles unternehmen, um den Euro zu retten.

"Der Euro ist keine Erfolgsstory"

Allerdings gab es auch skeptische Stimmen. Der Ökonom Lucjan Orlowski von der Sacred Heart University in Connecticut wies auf die immer weiter zunehmenden wirtschaftlichen Divergenzen in der Euro-Zone hin. Das spiegele sich in den größer werdenden Spreads für Staatsanleihen wider. Zudem habe die Krise gezeigt, dass Europa noch weit von einer politischen Union entfernt ist. Bei allen wichtigen Entscheidungen stünden nationale Interessen im Vordergrund. "Der Euro ist bisher keine Erfolgsstory", urteilte Orlowski.

Vor diesem Hintergrund erwartete keiner der in Denver anwesenden Ökonomen, dass der Euro dem Dollar auf absehbare Zeit die Rolle als Weltleitwährung streitig mache werde. Im Gegenteil. Peter Kenen von der Universität in Princeton rechnet sogar damit, dass der Anteil des Euro an den globalen Währungsreserven sinken wird.

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