Preissteigerungen in den USA US-Inflation steigt auf höchsten Stand seit Ende 1981

Materialengpässe und rasant steigende Energiekosten auch infolge des Ukraine-Krieges heizen die Inflation auch in den Vereinigten Staaten an. Quelle: dpa

Die Inflationsrate ist in den USA im März auf 8,5 Prozent gestiegen. Angesichts des rasanten Preisauftriebs und heiß laufenden Arbeitsmarkts dürfte die Notenbank Fed nach der Zinswende vom März bald kräftig nachlegen.

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Die Inflation in den USA ist weiter auf dem Vormarsch und hat im März den höchsten Stand seit Ende 1981 erreicht. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 8,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Das ist das höchste Niveau seit Dezember 1981. Von Reuters befragte Experten hatten mit 8,4 Prozent gerechnet, nach 7,9 Prozent im Februar. Materialengpässe und rasant steigende Energiekosten auch infolge des Ukraine-Krieges heizen die Inflation an.

Ob mit diesen Raten nun der Gipfel erreicht ist, hänge „vor allem von der weiteren Preisentwicklung bei Öl und Benzin ab“, sagte Analyst Christoph Balz von der Commerzbank. „Sollte der Ölpreis auf dem jetzigen Niveau von um die 100 Dollar je Barrel Brent verharren und nicht wieder steigen, liegt der Inflationshöhepunkt wohl hinter uns. Allerdings ist auch in diesem Fall nicht mit einem schnellen Rückgang der Inflation zu rechnen.“ Balz vermutet, dass sie im Schlussquartal auf unter sieben Prozent falle. Die US-Notenbank Fed bleibe unter Druck.

Angesichts des rasanten Preisauftriebs und heiß laufenden Arbeitsmarkts dürfte die Fed nach der Zinswende vom März bald kräftig nachlegen. Die meisten von Reuters befragten Ökonomen erwarten außergewöhnlich kräftige Erhöhungen im Mai und Juni um jeweils einen halben Prozentpunkt - es wäre der steilste Zinsanstieg seit 1994. Nach der Juni-Sitzung könnte der geldpolitische Schlüsselzins dann in einer Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent liegen.

Nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten reduzierte der Deutsche Aktienindex Dax weiter sein Minus. Zuletzt stand der deutsche Leitindex nur noch 0,16 Prozent tiefer auf 14.170 Punkten. Er war sehr schwach gestartet mit Kursen teils unter 13 900 Zählern. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach, dies sorgte am Aktienmarkt für etwas Erleichterung. So notierte auch der MDax zuletzt nur noch 0,45 Prozent schwächer mit 30 434 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,3 Prozent.

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Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank sackten um mehr als acht beziehungsweise mehr als sieben Prozent ab. Grund ist ein Verkauf großer Aktienpakete durch die US-Investmentfirma Capital Group, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Die Papiere von Wacker Chemie gewannen an der MDax-Spitze 4,6 Prozent. Immobilienwerte präsentierten sich schwach. Die Aussicht auf steigende Zinsen belastet die Branche. Vonovia verloren im Dax 1,5 Prozent, LEG Immobilien im MDax 1,8 Prozent und Adler Group im SDax 7,1 Prozent.

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