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Rezession Euro-Wirtschaft auf Vier-Jahres-Tief

Die Wirtschaft des Euroraums ist zum Jahresende so stark eingebrochen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Die 17 Länder mit Gemeinschaftswährung rutschten damit noch tiefer in die Rezession.

Keine guten Nachrichten: Die Euro-Wirtschaft bricht so stark ein wie seit vier Jahren nicht, gab die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag bekannt. Quelle: dpa

Im Sog eines schwächelnden Deutschlands ist die Wirtschaft der Euro-Zone Ende 2012 so stark geschrumpft wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise vor knapp vier Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 17 Ländern sank zwischen Oktober und Dezember um 0,6 Prozent zum Vorquartal. Das war der dritte Rückgang in Folge, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Mittel nur mit einem Minus von 0,4 Prozent gerechnet. Auch die deutsche Wirtschaft war im Schlussquartal um 0,6 Prozent eingebrochen. Es war wie im gesamten Währungsraum der stärkste Rückgang seit Anfang 2009.

Die 17 Länder mit Gemeinschaftswährung rutschten damit noch tiefer in die Rezession, die im Frühjahr vergangenen Jahres eingesetzt hatte. Zu Jahresbeginn 2012 hatte die Wirtschaft noch stagniert. Im zweiten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent und im dritten Quartal um 0,1 Prozent gesunken. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal zweimal in Folge sinkt. Befeuert von hoher Staatsverschuldung kämpft die Währungsgemeinschaft seit Monaten gegen die Eurokrise.

Im vierten Quartal schrumpften neben der deutschen Wirtschaft auch die anderen Schwergewichte. In Frankreich gab es einen Rückgang um 0,3 Prozent, in Italien ein Minus von 0,9 Prozent, in Spanien ein Minus von 0,7 Prozent. In Portugal ging es Ende 2012 zum Vorquartal sogar um 1,8 Prozent bergab. Die griechische Wirtschaft schrumpfte im Vergleich zum vierten Quartal 2011 um sechs Prozent.

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