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RezessionImmer mehr deutsche Firmen sind insolvent

Im April sind mehr als 1400 Firmen in die Pleite gegangen. Seit Sommer 2022 steigt die Zahl kontinuierlich an. Vor allem die Logistik trifft es hart. 13.07.2023 - 09:56 Uhr

Viele Betriebe in Deutschland geben auf.

Foto: dpa

Wegen Rezession und steigender Kreditkosten stehen immer mehr Unternehmen in Deutschland vor dem Aus. Im April stieg die Zahl der bei den Amtsgerichten gemeldeten Insolvenzen um 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 1428, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

„Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nimmt bereits seit August 2022 kontinuierlich zu“, erklärten die Statistiker. Die Forderungen der Gläubiger bezifferten die Amtsgerichte auf rund 1,3 Milliarden Euro. Gemeldet wurden im April zudem 4906 Verbraucherinsolvenzen und damit 5,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der negative Trend bei den Firmenpleiten könnte sich fortsetzen. Darauf deutet die Entwicklung bei den beantragten Regelinsolvenzen hin, die im Juni um 13,9 Prozent zum Vorjahresmonat zunahmen. Im Mai hatte es bereits ein Plus von 3,1 Prozent gegeben.

Diese Verfahren fließen erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik ein. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen aber fast drei Monate davor. Diese Statistik bildet zudem nur Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen nicht jedoch solche aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten.

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im April vier Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Pleiten mit zehn Fällen entfielen dabei auf den Bereich Verkehr und Lagerei. Dann folgte der Bereich der sonstigen wirtschaftliche Dienstleistungen, zu denen beispielsweise Zeitarbeitsfirmen gehören, mit acht Fällen. Die geringste Insolvenzhäufigkeit mit nur einem Fall je 10.000 Unternehmen gab es in der Energieversorgung.

Gefahr der nächsten Rezession

Von Januar bis März ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent und damit bereits das zweite Quartal in Folge geschrumpft, womit Europas größte Volkswirtschaft in einer Rezession steckt. Auch für das Gesamtjahr erwarten führende Institute eine sinkende Wirtschaftsleistung. Zudem sind die Zinsen gestiegen, womit die Europäische Zentralbank (EZB) die Inflation bekämpfen will.

Mehr: Kaum neue Investitionen Deutschland gefährdet seine wirtschaftliche Substanz

rtr
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