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Rohstoffradar Zucker, Mais & Co. im Steigflug

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Preisentwicklung Agrarrohstoffe Quelle: Thomson Reuters

Hinzu kommt eine kräftig steigende Nachfrage aus aufstrebenden Schwellenländern. China etwa war bis vor wenigen Jahren noch Selbstversorger und an den Agrarmärkten kaum präsent. „Jetzt ist das Land ein zentraler Player und ein Nettoimporteur, der immer größere Mengen an Zucker, Mais, Sojabohnen oder Baumwolle im Ausland ankauft“, weiß Experte Weinberg.

Grund: Der wachsende Wohlstand verändert die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der Chinesen. Die aufstrebende Mittelschicht kleidet sich besser und verzichtet zunehmend auf billige Synthetik – das treibt die Baumwollnachfrage in die Höhe.

Spekulationsgetriebene Preise

Das neue Lebensgefühl spiegelt sich auch in der Küche wider: Auf den Tellern landet immer mehr Fleisch. Deshalb benötigt das Land große Mengen an Getreide, Sojabohnen und Mais allein für Futtermittel. Beispiel Mais: Im vergangenen Jahr importierte China 1,6 Millionen Tonnen. 2011 erwarten Agrarexperten fast acht Millionen Tonnen. Allerdings tragen auch Spekulanten zur Volatilität am Agrarmarkt bei. Als jüngst das US-Agrarministerium die Lagerbestände für Mais nach unten revidierte, schoss der Preis in nur einer Woche um gut 15 Prozent nach oben. „Das hat mit Angebot und Nachfrage nichts zu tun, das ist vor allem spekulationsgetrieben“, glaubt Experte Weinberg.

Auch künftig dürften Rohstoffe als Anlageobjekt attraktiv bleiben: In einer Umfrage von Barclays Capital bei 100 europäischen Investoren kündigten 83 Prozent an, ihre Rohstoff-Investments in den kommenden drei Jahren beizubehalten – oder sogar auszubauen.

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