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Schweizer Franken Schweizerische Nationalbank setzt Milliarden ein, um eigene Währung zu schwächen

Die SNB setzt auf Fremdwährungskäufen und auf Negativzinsen, um eine Aufwertung des Frankens zu unterbinden. Quelle: imago images/Andreas Haas

Die Notenbank versucht einer Aufwertung der Landeswährung entgegenzuwirken. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Intervention allerdings niedriger aus.

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Die Schweizer Nationalbank SNB hat im zweiten Quartal am Devisenmarkt wieder stärker zur Franken-Schwächung interveniert. Die Notenbank setzte im Zeitraum April bis Juni 5,44 Milliarden Franken ein, um einer Aufwertung der Landeswährung entgegenzuwirken. Das geht aus den Bilanzdaten hervor, die am Donnerstag auf der Internetseite der Notenbank veröffentlicht wurden. Im Auftaktquartal waren es 296 Millionen Franken.

Im Vergleich zum Vorjahr fuhren die Schweizer Währungshüter ihre Interventionen allerdings massiv zurück. Die 5,73 Milliarden Franken im ersten Halbjahr sind nur ein Bruchteil verglichen mit den 90,02 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2020 hatte sich die SNB in Summe mit knapp 110 Milliarden Franken gegen eine Verteuerung der in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Schweizer Devise gestemmt.

SNB-Präsident Thomas Jordan hat vergangene Woche bekräftigt, dass die Zentralbank an ihrem expansiven geldpolitischen Kurs festhält. Neben Fremdwährungskäufen setzt das dreiköpfige SNB-Direktorium seit mehr als sechs Jahren auf historisch tiefe Negativzinsen, um eine Aufwertung des aus ihrer Sicht nach wie vor hoch bewerteten Frankens zu unterbinden.

Mehr zum Thema: Die Zentralbanken bauen gerade ihren Einfluss massiv aus. Sie steuern Börsen und Regierungen, kontrollieren Banken, machen Klimapolitik – und hebeln am Ende die Marktwirtschaft aus.

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