Spanien Starkes Wachstum der spanischen Wirtschaft

Konjunkturell brachte das vergangene Jahr die Wende für Spanien. Das Bruttoinlandsprodukt legte in den letzten drei Monaten um 0,7 Prozent zu. Die spanische Wirtschaft wächst so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Europas Baustellen
Arbeitslose stehen vor einem Jobcenter in Madrid Schlange Quelle: dpa
Seit dem 01.01.2014 sind die letzten Jobschranken für Rumänen und Bulgaren gefallen. Quelle: dpa
Die Flagge der Europäischen Union weht im Wind. Quelle: dpa
Verhandlungsführer des Transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommens (TTIP) Ignacio Bercero und Dan Mullane. Quelle: REUTERS
Die große Euro-Skulptur steht in Frankfurt am Main vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB). Quelle: dpa
Hetze gegen die EUIm Europa-Parlament machen Antieuropäer wie Marie Le Pen, Chefin der rechtsextremen Front National in Frankreich und Rechtspopulist Geert Wilders von der niederländischen Freiheitspartei PVV Stimmung gegen das sogenannte "Monster Brüssel". Als Bündnispartner ziehen sie gemeinsam in die Europawahl, um ihre Rolle zu stärken. Was derzeit noch eine Randerscheinung ist, könnte mit ihrer europafeindlichen Rhetorik bis Mai 2014 aber schon viele Wähler aus der bürgerlichen Mitte auf ihre Seite gebracht haben, so das Ergebnis einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Centre for European Studies. Die Wirtschafts- und Euro-Krise mache es ihnen leicht, den Hass auf die EU zu schüren. Quelle: AP
Mitglieder des Europäischen Parlaments während einer Sitzung in Straßburg (Frankreich).i Quelle: dpa

Die spanische Wirtschaft wächst so stark wie seit rund sieben Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone legte in den letzten drei Monaten 2014 um 0,7 Prozent zu, wie das Statistikamt des Landes am Freitag mitteilte. Damit war das Plus sogar noch etwas größer als von Experten erwartet. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft war zum Jahresende nur um rund 0,25 Prozent gewachsen

2014 brachte für Spanien konjunkturell die Wende: Das BIP legte im Gesamtjahr um 1,4 Prozent zu. Damit hat das südeuropäische Land eine jahrelange Durststrecke hinter sich gelassen. 2008 war eine gigantische Preisblase am Immobilienmarkt geplatzt und hatte die Wirtschaft zwischen Barcelona und Granada in die Rezession gestürzt. Tausende Firmen mussten schließen. In der Folge stiegen die Arbeitslosenzahlen stark an: Noch immer ist fast jeder vierte Spanier ohne Job, wie aus den jüngsten Daten des Europäischen Statistikamtes für Dezember hervorgeht. Die Arbeitslosenquote fiel aber zumindest leicht auf 23,7 Prozent. Damit belegt das Land nach Griechenland weiter den vorletzten Platz in der EU.

Zugleich sanken die Preise im Januar weit schneller als in der Euro-Zone insgesamt: Die Lebenshaltungskosten fielen um 1,5 Prozent, im Währungsraum insgesamt aber nur um 0,6 Prozent. In Spanien sind die Preise nunmehr so stark auf Talfahrt wie seit Juli 2009 nicht mehr. Nach Ansicht der Regierung werden sinkende Ölpreise und der billigere Euro mit dafür sorgen, dass das BIP 2015 um mindestens 2,5 Prozent zulegen wird. Auch Ökonom Raj Badiani vom Wirtschaftsinstitut IHS Global Insight erwartet, dass sich die Erfolgsgeschichte fortsetzt: "Die Erholung gewinnt weiter an Fahrt."

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