Stefan Schilbe HSBC-Volkswirt sieht keine Immobilienblase in Deutschland

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Trotz steigender Immobilienpreise ist die Angst vor einer Blase am deutschen Immobilienmarkt derzeit unbegründet. Davon ist zumindest Stefan Schilbe überzeugt, Deutschland-Chefvolkswirt der Großbank HSBC.

Häuser Quelle: dpa

Zu diesem Schluss kommt Stefan Schilbe, Deutschland-Chefvolkswirt der Großbank HSBC, in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Ein kreditfinanzierter Boom nach dem Muster Spaniens, das auf dem Höhepunkt der Blase die Hypothekenkredite mit 27 Prozent gegenüber Vorjahr wachsen sah, ist nicht in Ansätzen vorhanden“, erklärt Schilbe. Die inflationsbereinigten Immobilienpreise lägen noch unter denen des Jahres 1975, auch wachse das ausstehende Volumen an Hypothekenkrediten nominal nur mit zwei Prozent, so der Bankvolkwirt.

Von einer massiven Angebotsausweitung im Bausektor, einem weiteren Indikator für eine Überhitzung am Immobilienmarkt, könne ebenfalls keine Rede sein. Schilbe: „Der Anteil des Wohnungsbaus am Bruttoinlandsprodukt verlässt gerade erst die langjährige Talsohle und liegt mit rund 5,5 Prozent gut zwei Prozentpunkte unter dem Wert während des wiedervereinigungsbedingten Baubooms. Zum Vergleich: In Spanien entfielen in Spitzenzeiten rund zwölf Prozent der wirtschaftlichen Aktivität auf den Wohnungsbau.“

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