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Talkshow #DACHelles Drei Frauen, drei Länder, drei Perspektiven auf die Wirtschaft

Drei Frauen reden Klartext: Tijen Onaran aus Deutschland (l.), Maggie Childs aus Österreich (M.) und Patrizia Laeri aus der Schweiz. Quelle: Valeriano Di Domenico

Im neuen Videoformat #DACHelles diskutieren ab heute jeden Mittwoch drei Journalistinnen und Gründerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Wirtschaft. Dabei geht es auch darum, der weiblichen Perspektive Gehör zu verschaffen.

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Sehen Sie hier die erste Folge von #DACHelles

Schon die Begrüßung verrät, dass hier drei Frauen aus drei Ländern mit drei verschiedenen Perspektiven zu Wort kommen: „Servus“, „Grüezi“ und „Hallo“. Maggie Childs, Patrizia Laeri und Tijen Onaran haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem Videoformat #DACHelles Wirtschaftsthemen gleich aus mehreren ungewohnten Blickwinkeln zu betrachten.

Da wäre zunächst das trinationale Format, das die Gastgeberinnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland ins Leben gerufen haben, um Perspektiven aus ihren Herkunftsländern mitzubringen und auszutauschen. „Je nach Ort gibt es da oft interessante Unterschiede“, erklärt die Österreicherin Maggie Childs. Auch bei Themen wie der Digitalisierung, um die es in der zweiten Folge geht.

Zum anderen soll #DACHelles aber auch eine weibliche Stimme in der Diskussion über relevante Wirtschaftsthemen sein. Die drei Journalistinnen und Influencerinnen engagieren sich in ihren Heimatländern bereits in unterschiedlichen Medien- und Unternehmensprojekten. Oft bewegen sie sich dabei auf männlichem Terrain. Die weibliche Perspektive hingegen fehlt den dreien oft.

Patrizia Laeri etwa beobachtet in der Schweiz, dass die meisten Wirtschaftsformate aus Männerrunden bestehen. „Wir hatten vor 10 Jahren mehr Frauen in den Redaktionen als jetzt“, sagt die 43-Jährige. Ein Tisch, an dem nur Frauen öffentlich über Wirtschaftsthemen diskutieren, ist in allen drei Ländern immer noch die Ausnahme.

Die Gründerinnen und Protagonistinnen von #DACHelles: Tijen Onaran, Patrizia Laeri und Maggie Childs (v.l.n.r.). Quelle: Valeriano Di Domenico


Dieser doppelte Perspektivwechsel spiegelt sich auch im Namen der Sendung wider. „DACH“ steht für die deutschsprachige Region aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Elles“ ist die weibliche Pluralform auf Französisch. „Außerdem sprechen wir Tacheles, also Klartext“, erklärt Patrizia Laeri die Wortschöpfung weiter.

Die etwa 30-minütige Talkshow erscheint jeden Mittwoch um 19 Uhr auf WiWo.de – in Folge 2 heute besprechen die drei Gastgeberinnen das Thema Digitalisierung. In den nächsten Folgen soll es unter anderem um Nachhaltigkeit und Vielfalt gehen. Immer mit Wirtschaftsbezug, versteht sich.

„Männer haben uns lange genug die Welt erklärt, jetzt sind wir Frauen dran“

Ursprünglich war die Sendung für den schweizerischen Ableger des US-Informationskanals CNN gedacht. Doch der Sender mit dem Namen CNN Money Switzerland musste im August eingestellt werden, ohne dass auch nur eine Folge von #DACHelles ausgestrahlt worden wäre. Doch das Format, das sich die damalige Chefredakteurin Patrizia Laeri gemeinsam mit Tijen Onaran überlegt hatte, sollte dem Weg seines Senders nicht nachfolgen. Die Frauen beschlossen, die Sendung in Eigenregie weiterzuführen und sich hierfür andere Kooperationspartner zu suchen. Zu wichtig war ihnen die Message hinter ihrer Sendung.

Die deutsche Tijen Onaran erklärt diese Message so: „Oft genug heißt es: es gäbe keine Frauen, die auch wirtschaftspolitische Zusammenhänge kommentieren – das stimmt nicht“, sagt sie und fügt hinzu „Männer haben uns lange genug die Welt erklärt, jetzt sind wir Frauen dran“.

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