Unternehmen Wirtschaftspolitik und Bürokratie hemmen Investitionen

Exklusiv

Die Unberechenbarkeit der Wirtschafts-und Finanzpolitik und die ausufernde Bürokratie des Staates sind aus Sicht der familiengeführten Unternehmen die größten Investitionsbremsen in Deutschland.

Foto Unterlagenkladde Quelle: dpa

In einer Umfrage der Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer – ASU“ und „Die Jungen Unternehmer – BJU“ exklusiv für die WirtschaftsWoche nannten von den knapp 400 befragten Firmenchefs 44 Prozent die Unberechenbarkeit der Finanz- und Wirtschaftspolitik als aktuell größtes Investitionshindernis. Knapp dahinter folgen mit 40 Prozent Bürokratie und Überregulierung. Der viel beklagte Fachkräftemangel wird von den Unternehmern erst an dritter Stelle genannt. Für 31 Prozent bremst er die Investitionen. Die Finanzen sind aus Sicht der Unternehmen dagegen eher kein Problem. Nur 11 Prozent nennen den Mangel an Eigenkapital als Hemmnis, 10 Prozent fühlen sich durch eine Kreditklemme behindert.

Nachgefragt, was den größten bürokratischen Aufwand im Unternehmen auslöst, stehen Steuer- und Arbeitsrecht an erster Stelle. Auf einer Skala zwischen 1 (kein Aufwand) und 6 (sehr hoher Aufwand) bewerteten die Unternehmen das Steuerrecht mit dem schlechtesten Wert von 4,12. Auch das Arbeitsrecht wird mit einem Wert von 4,04 als kompliziert kritisiert. Nicht viel besser sind die Einschätzungen für das Sozialrecht (3,97) und der Aufwand für das Führen von Statistiken (3,82). Dann erst kommen Buchführungen und Bilanzrecht (3,80).

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