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US-Notenbank-Legende Greenspan nennt Euro einen "Fehlschlag"

Alan Greenspan rechnet mit dem Euro ab: Die Währungsunion sei gescheitert, Griechen und Italiener würden sich ökonomisch "nie" wie Deutsche verhalten, so der Ex-Notenbanker. Auch in Deutschland mehren sich die Skeptiker.

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Der früherer US-Notenbankchef Alan Greenspan: Italiener und Griechen werden sich nie wie Deutsche verhalten. Quelle: Reuters

Alan Greenspan, der Ex-Chef der amerikanischen Notenbank, hat die Europäische Währungsunion als einen “Fehlschlag” bezeichnet. Das berichtete das Wall Street Journal in der Nacht zum Donnerstag unter Berufung auf Greenspan-Aussagen bei einer Konferenz in Montreal.
Die Annahme, dass sich die kulturellen Unterschiede in der Region durch eine Union überbrücken ließen und dass sich Griechen und Italiener ökonomisch wie Deutsche verhalten würden, habe sich “nie” bewahrheitet.

Auf derselben Konferenz in Montreal erklärte Greenspan am Mittwoch, dass eine Neu-Verhandlung der Bedingungen für das griechische Rettungspaket die europäische Schuldenkrise nicht lösen werde. Nur eine “politische Konsolidierung” der 17 Staaten umfassenden Gruppe sei dazu in der Lage.

Auch aus der deutschen Wirtschaft werden Zweifel an der Zukunft des Euro laut. Der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Brun-Hagen Hennerkes, sagte dem Handelsblatt, Bundeskanzlerin Angela Merkel verliere offenbar an Unterstützung in Europa für ihren Kurs der Haushaltssanierung. "An der dauerhaften Existenz des Euro - das muss man leider sagen - hegen immer mehr Unternehmer Zweifel", betonte er.

Hennerkes warf der Politik generell Schönfärberei vor. "Seit zwei Jahren erleben wir, wie Zug um Zug das passiert, was von der politischen Führung zuvor vehement bestritten wurde: Überschuldung einzelner Staaten, Sanierungs-Unfähigkeit einzelner und jetzt als Summe die Gefährdung der gemeinsamen Währung", kritisierte er. Der künftige Euro-Rettungsschirm ESM berge unabsehbare finanzielle Risiken für Deutschland

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