Volksrepublik China August-Exporte lassen auf Stabilisierung hoffen

Erneut ermutigende Konjunkturzahlen aus China: Die zweitgrößte Volkswirtschaft hat im August mehr exportiert als erwartet. Die Angst vor einer herben Abkühlung in dem einstigen Boom-Land tritt damit in den Hintergrund.

Fabers düstere Prognose für China
Marc Faber Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche
Rio de Janeiro Quelle: dapd
Kupfermine in Chile Quelle: IVAN ALVARADO
Taipeh 101 Quelle: dpa/dpaweb
Casino in Macau Quelle: REUTERS
Louis Vuitton in Shanghai Quelle: AP
Transformator Quelle: REUTERS

Wie die Zollverwaltung am Sonntag mitteilte, stiegen die Ausfuhren im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 7,2 Prozent. Experten hatten mit einem Plus von sechs Prozent gerechnet. China lieferte vor allem mehr Elektronikartikel, Textilwaren und Maschinen ins Ausland. Insbesondere der Handel mit südost-asiatischen Staaten boomte. Die Ausfuhren in EU-Länder legten dagegen nur leicht zu. Die Importe nach China fielen mit einem Zuwachs von sieben Prozent im August deutlich schwächer aus als vorhergesagt.
Schon die Handelszahlen im Juli hatten positiv überrascht. In der vergangenen Woche gab es zudem positive Konjunkturdaten von der chinesischen Industrie sowie den Dienstleistern des Landes. "Chinas August-Handel unterstützt den seit Juli beobachteten Aufwärtstrend mit einer zunehmenden Wachstumsdynamik und besserer Stimmung am Markt, was auf eine Aufwärtstendenz beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal hinweist", sagten die ANZ-Ökonomen Liu Li-Gang und Zhou Hao nach Vorlage der Daten. In den vergangenen zehn Quartalen musste China in neun eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums verkraften.

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Mit einem Plus von 30,8 Prozent stiegen vor allem die Exporte in die südost-asiatischen Länder (Region Asean). Die Ausfuhren in die USA legten im August um 6,1 Prozent zu, in Länder der Europäischen Union um 2,5 Prozent. Exporte nach Japan gingen dagegen den siebten Monat in Folge zurück.
Das im Vergleich zu den Vorhersagen schwächer ausgefallene Import-Plus von sieben Prozent deutet Experten zufolge auf Unsicherheiten über die künftige Nachfrage hin. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Importanstieg von 11,3 Prozent prognostiziert. Chinas Handelsüberschuss belief sich den Angaben zufolge im August auf 28,6 Milliarden Dollar.

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