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Volkswirte „Arbeitslosigkeit steigt im Dezember leicht“

Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt im Dezember leicht Quelle: dpa

Noch immer ruht auf vielen Baustellen und bei anderen Außenberufen im Winter die Arbeit. Das wirkt sich auch auf die Arbeitslosenzahlen im Dezember aus.

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Die beginnende Winterarbeitslosigkeit hat die Zahl der Arbeitslosen im Dezember nach Experteneinschätzung leicht steigen lassen. Im vergangenen Monat seien rund 2,213 Millionen Menschen ohne Job gewesen, schätzten Volkswirte in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Dies wären rund 27.000 mehr als im November, aber etwa 172.000 weniger als im Vorjahresmonat. Vor allem in Außenberufen wie im Bau oder in der Landwirtschaft führe die winterliche Witterung zum vorübergehenden Jobabbau.

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht am Freitag (9.55 Uhr) die Arbeitslosenzahlen für Dezember sowie das Gesamtjahr 2018. Für das vergangene Jahr gehen die Fachleute von im Schnitt 200.000 weniger Menschen ohne Job aus als im Jahresdurchschnitt 2017. Die Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht einen durchschnittlichen Rückgang von rund 190.000 im Vorjahresvergleich.

Der Arbeitsmarkt profitiere weiter von der stabilen Konjunktur, so die Volkswirte. Eine Trendwende sei 2019 nicht in Sicht - auch wenn die deutsche Wirtschaft etwas an Tempo verliere.

Für die kommenden drei Monate rechnen auch Jobvermittler mit einer weiterhin positiven Entwicklung, wie das IAB in seiner Arbeitsmarktumfrage für Dezember berichtet hatte. Jeden Monat nehmen die Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen an der Befragung der Denkfabrik der BA daran teil.
Der im Rahmen des IAB-Arbeitsmarktbarometers ermittelte Indikator fiel im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,4 auf 104 Punkte. Die Skala des Barometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). Damit zeigt er weiter ein positives Klima an. „Brexit, Trump, Diesel - die Wirtschaft hat Gegenwind. Aber am Arbeitsmarkt geht es auch im neuen Jahr weiter aufwärts“, so der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen, Enzo Weber.

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