Volkswirtschaften Weltweit Milliardenprofite aus Zwangsarbeit

150 Milliarden Dollar Profit werden durch Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung jährlich erwirtschaftet. 21 Millionen Männer, Frauen und Kinder sind davon betroffen.

Die gefährlichsten Städte der Welt
Ein Verletzter Mann in Barquisimeto Quelle: REUTERS
Handelskammer in Joao Pessoa Quelle: imago
Ein Polizist in Guatemala-Stadt Quelle: AP
Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten in Fortaleza Quelle: dpa
Hände halten die Flagge von Honduras in die Höhe Quelle: REUTERS
Polizeibeamte Quelle: dpa Picture-Alliance
Ein Soldat der kolumbianischen Armee steht vor einer kolumbianischen Flagge Quelle: dpa
Platz 3: Acapulco (Mexiko)Tropische Temperaturen, Luxushotels und tolle Strände: Acapulco ist ein Touristenmagnet. Doch abseits der Strandpromenaden tobt ein blutiger Kampf. Im Jahre 2013 sind 113 Menschen pro 100.000 Einwohner ermordet worden. Quelle: dpa Picture-Alliance
Ein Frau trägt die Flagge Venezuelas in Caracas Quelle: REUTERS
Platz 1: San Pedro Sula (Honduras)San Pedro Sula, die zweitgrößte Stadt, hat eine Millionen Einwohner. Pro 100.000 Einwohner sind in einem Jahr 187 ermordet worden. Das war 2013 und die Gefährdung hat in der letzten Zeit sogar noch zugenommen. San Pedro Sula hat somit die höchste Mordrate. Nicht nur in Zentralamerika, sondern auf der ganzen Welt. Quelle: REUTERS

Durch Zwangsarbeit einschließlich sexueller Ausbeutung werden nach UN-Angaben weltweit Profite in Höhe von jährlich 150 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro) gescheffelt. Fast zwei Drittel dieser illegalen Gewinne - nämlich 99 Milliarden Dollar - würden durch die Zwangsprostitution entstehen, heißt es in einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Am stärksten sei Zwangsarbeit - bei einem sehr hohen Anteil von sexueller Ausbeutung - in Asien verbreitet, gefolgt von entwickelten Volkswirtschaften einschließlich der EU, heißt es in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht. Betroffen seien weltweit 21 Millionen Männer, Frauen und Kinder, erklärte ILO-Generaldirektor Guy Ryder. Konkrete Maßnahmen seien nötig, um diesen Menschen zu helfen. Dazu gehöre, dass große Unternehmen Verantwortung für die Geschäftsmethoden von Zulieferern übernehmen.

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34 Milliarden Dollar werden laut ILO im Bauwesen, Fabriken, dem Bergbau und bei deren Zulieferern mit Zwangsarbeit erwirtschaftet. Neun Milliarden Dollar entfielen auf die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei; acht Milliarden Dollar auf private Haushalte, die ihren Beschäftigten gar keinen oder viel zu geringen Lohn zahlten.

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