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Wachstum fast vervierfacht Deutsche Wirtschaft wächst über sich hinaus

Die deutsche Wirtschaft brummt ohne Ende und legt beim Wachstum kräftig zu. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es sogar den größten BIP-Schub seit der Wiedervereinigung. Experten warnen jedoch vor Konjunkturrisiken.

Ein Werbeplakat zum Ende der Krise. Quelle: handelsblatt.com

Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal nahezu vervierfacht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mit. "Damit wurde das Vorkrisenniveau von 2008 bereits jetzt wieder erreicht", schrieben die Statistiker. Analysten waren im Schnitt nur von 0,9 Prozent ausgegangen. Am Jahresende hatte es lediglich ein Plus von 0,4 Prozent gegeben, weil der harte Winter vor allem die Baubranche ausbremste. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es nun mit 5,2 Prozent sogar das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung.

Die Binnenwirtschaft boomt

Getragen wurde es vor allem von der Binnenwirtschaft. "Sowohl die Investitionen in Ausrüstungen und in Bauten als auch die Konsumausgaben konnten zum Teil deutlich zulegen", hieß es. Die Baubranche profitierte dabei von Nachholeffekten, weil am Jahresende viele Arbeiten witterungsbedingt liegen geblieben waren. "Die Expansion von Exporten und Importen setzte sich ebenfalls fort", schrieben die Statistiker. Der Außenhandel habe aber weniger zum Wachstum beigetragen als die Binnenwirtschaft. Details wollen die Statistiker am 24. Mai nennen.

Experten zufolge hat die deutsche Wirtschaft ihren Wachstumshöhepunkt damit überschritten. Die von Reuters befragten Analysten rechnen bis Ende 2012 nur noch mit einem durchschnittlichen Quartalszuwachs von 0,5 Prozent. Die Risiken für die Konjunktur haben zuletzt zugenommen: Sie reichen von der Schuldenkrise in Europa über die steigende Inflation bis hin zur Japan-Krise.

3 Prozent Wachstum in Aussicht

Dennoch wird der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von rund drei Prozent zugetraut. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, sagte in der ARD, mit etwas Glück könnte es sogar mehr werden. 2010 hatte es mit 3,6 Prozent den stärksten Zuwachs seit der Wiedervereinigung gegeben. Dem war 2009 wegen der Finanzkrise allerdings auch mit 4,7 Prozent der schwerste Einbruch seit rund 60 Jahren vorausgegangen.

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