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Wachstumsprognose Bundesbank senkt Ausblick bis Ende 2016

Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft ein solides Wachstum zu, senkt aber ihre Prognosen für 2014 bis 2016. Die Notenbank betont jedoch: Grundsätzlich ist die heimische Konjunktur intakt.

Deutschland verliert an Attraktivität
Deutschland gehört nach Einschätzung der Weltbank weiterhin zu den besten Standorten für Privatunternehmer, hat es aber auch dieses Jahr nicht unter die ersten zehn Länder der Welt geschafft. Im neuen Geschäftsklima-Bericht „Doing Business 2015“, der im Oktober veröffentlicht wurde, fiel die Bundesrepublik (im Bild: die Hamburger Landungsbrücken) einen Platz von Rang 13 auf 14 zurück. Quelle: dpa
Singapur konnte seine Spitzenposition als bester Standort für Privatunternehmer halten. In dem Stadt-Staat brauchen Unternehmer laut Index beispielsweise nur zweieinhalb Tage für eine Firmengründung. Quelle: dpa
Ganz am Ende der Tabelle der attraktivsten Standorte für Privatunternehmer rangieren Eritrea, Libyen und die Zentralafrikanische Republik. In Eritrea (Foto) brauchen Unternehmer laut Index durchschnittlich 84 Tage für eine Firmengründung. Quelle: REUTERS
Neben Singapur kürte die Weltbank erneut Neuseeland (im Bild die Skyline von Auckland) und Hongkong zu jenen Standorten, an denen Firmen am meisten Unterstützung bekommen und am wenigsten vom Staat behindert werden. Quelle: Reuters
Nach heftiger Kritik vor allem aus China (im Bild die Proteste in Hongkong) hatte die Weltbank ihre Ranking-Methoden zwar modifiziert, die Ergebnisse dürften aber auch diesmal wieder für Unmut bei einigen Regierungen führen. Quelle: dpa
Die Top Ten der besten Standorte für Privatunternehmer wird komplettiert von Dänemark, Südkorea, Norwegen, den USA, Großbritannien, Finnland und Australien mit seiner Metropole Sydney (Foto). Quelle: dpa
China als landete in der Länderwertung als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nur auf Platz 90 von 189 Ländern und Regionen. Damit verbesserte sich das Land um drei Positionen. Quelle: AP

Bei der Bundesbank überwiegt trotz gedämpfter Erwartungen die Zuversicht für die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Zwar senkte die Notenbank wie die meisten Ökonomen ihre Wachstumsprognosen für die Jahre 2014 bis 2016. Insgesamt jedoch bleibe die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs, betonte die Bundesbank. Es bestehe „die begründete Hoffnung, dass sich die aktuelle Schwächephase als vorübergehend erweist“, erklärte Bundesbankpräsident Jens Weidmann.


Im laufenden Jahr wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der halbjährlichen Bundesbank-Prognose um real 1,4 (Juni-Prognose: 1,9) Prozent zulegen. Für 2015 erwartet die Notenbank 1,0 (2,0) Prozent Wachstum, für 2016 dann 1,6 (1,8) Prozent.Damit ist die Bundesbank zumindest für das laufende Jahr optimistischer als zum Beispiel die fünf Wirtschaftsweisen und die Bundesregierung, die für 2014 mit einem BIP-Plus von 1,2 Prozent rechnen.

Einer der Treiber bleibt nach Bundesbank-Einschätzung die gute Binnenkonjunktur. Die Verbraucher zeigten sich in den vergangenen Monaten ungeachtet aller weltweiten Krisen in Konsumlaune. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt könnte das noch begünstigen: Die Bundesbank-Ökonomen erwarten spürbar steigende Löhne. Dazu werde auch der neue allgemeine Mindestlohn beitragen. Bei gleichzeitig niedriger Inflation stärkt das die Kaufkraft der Verbraucher.

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Positiv auf die heimische Wirtschaftsleistung auswirken dürften sich nach Erwartung der Bundesbank auch die zuletzt stark gesunkenen Rohölpreise. Dies wirke „über die Entlastung der Lebenshaltungskosten der Haushalte und der Produktionskosten der Unternehmen wie ein kleines Konjunkturprogramm“, erklärte Weidmann. „Verbleibt der Rohölpreis längere Zeit auf diesem gedrückten Niveau, könnte das Wirtschaftswachstum in den beiden kommenden Jahren jeweils um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte besser als erwartet ausfallen.“

Insgesamt werde das auch den Preisauftrieb verstärken. Die Notenbank sagt für 2014 nach europäischer Berechnung (HVPI) einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,9 Prozent voraus. Mit 1,1 Prozent 2015 und 1,8 Prozent 2016 würde sich die Inflationsrate demnach allmählich wieder dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) bei knapp unter 2,0 Prozent annähern.

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