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Weltwirtschaftsforum Davos IHS-Chefökonom Behravesh: Weltwirtschaftsforum zu abgehoben

Exklusiv

Das Weltwirtschaftsforum in Davos sollte nach Ansicht führender US-Ökonomen konkrete Ziele verfolgen.

World Economic Forum Davos Quelle: dpa

Konkrete Ziele für das Weltwirtschaftsforum in Davos fordert Nariman Behravesh, Chef-Ökonom des US-amerikanischen Wirtschaftsforschungsinstituts IHS. „Das Dilemma an Davos ist: Da werden hohe, umfassende Ziele für gesellschaftliche Veränderungen gesetzt, die schwierig umzusetzen sind“, kritisiert Behravesh im Interview mit der WirtschaftsWoche. „In diesem Jahr lautet das Motto 'The Reshaping of the World'. Sicherlich kommt man hier zu klugen Vorschlägen, aber das war es dann. Wie wollen sie die umsetzen?“

Besser wäre es, so Behravesh, wenn sich das Forum jedes Jahr verstärkt konkrete Ziele setze, etwa Geld für die Hungerbekämpfung zusammenzubekommen oder die medizinische Versorgung zu verbessern. „Das könnte dann beispielsweise so aussehen: Auf dem Weltwirtschaftsforum 2014 haben wir beschlossen, zehn Milliarden Dollar für die Polioimpfung zur Verfügung zu stellen. Das ist konkret, das lässt sich umsetzen und nachhalten. Das wäre ein Schritt nach vorn für Davos und gäbe dem Treffen mehr Gewicht“, erklärt Behravesh.

Auf der diesjährigen Tagung vom 22. bis zum 25. Januar sollte laut Behravesh die hohe Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit in weiten Teilen Europas ganz oben auf der Agenda stehen. „Wenn in Ländern wie Italien oder Spanien der Arbeitsmarkt nicht wie in Deutschland flexibler wird, dann werden hier ganze Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen“, ist der Chefökonom überzeugt. Behravesh wurde für seine Prognosen bereits mehrfach ausgezeichnet.

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