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Wirtschaftsweiser Bofinger "G7-Treffen beraten falsche Themen"

Exklusiv

Laut dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger beraten die Teilnehmer des G7-Gipfels sich über die falschen Themen. Im Fokus solle nachhaltiges Wirtschaftswachstum stehen.

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Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger Quelle: dpa

Die Teilnehmer des G7-Gipfels in Elmau sollten nach Ansicht des Wirtschaftsweisen Peter Bofinger dauerhafte Investitionen und das Ende der niedrigen Zinsen diskutieren - statt sich auf neue Maßnahmen zum Klimaschutz zu konzentrieren.

„Ohne China, das in Elmau nicht dabei sein wird, kann es zum Klimaschutz keine verbindlichen Vorgaben geben“, kritisierte Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in der WirtschaftsWoche. G7-Runden sollten sich mit nachhaltigem Wirtschaftswachstum beschäftigen, mahnte der Volkswirtschaftsprofessor an.

Notenbanken rund um den Globus lockern ihre Geldpolitik

Bofinger schlug ein konzertiertes Investitionsprogramm westlicher Industriestaaten vor, damit sich die Notenbanken langsam von ihrer Niedrigzinspolitik verabschieden könnten. „Je mehr Europas Regierungen investieren, desto leichter fällt den Zentralbanken die Abkehr von der Niedrigzinspolitik“, sagte er dem Magazin.

Im Moment lebe Deutschland auf Kosten der anderen G7-Staaten. Der schwache Euro sei wie Doping für die starke deutsche Exportindustrie. „Während andere die Defizite machen, sind wir die Trittbrettfahrer, die von einer Abwertung eines Euro profitieren“, rügte Bofinger. Dieses Auseinanderklaffen der Weltwirtschaft müsse auf höchster Ebene verhandelt werden.

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