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Postbank Betriebsräte erhöhen erneut den Druck

Die Tarifverhandlungen bei der Postbank laufen zum großen Ärgernis der Angestellten weiterhin nur schleppend. Auf einer Konferenz in Kassel konfrontieren sie Postbank-Chef Strauß mit ihren Anliegen.

„Die Integration der Postbank steht an, und die Ampeln stehen auf Rot.“ Quelle: dpa

Kassel Angesichts der stockenden Tarifverhandlungen bei der Postbank wächst in der Belegschaft der Deutsche-Bank-Tochter der Unmut. „Die Integration der Postbank steht an, und die Ampeln stehen auf Rot“, sagte Konzernbetriebsratschef Timo Heider am Freitag in Kassel. Dort versammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi 80 Betriebsräte der Servicegesellschaften der Postbank zu einer Konferenz.

Postbank-Chef Frank Strauß und Personalvorstand Philip Laucks stellten sich den Fragen der Arbeitnehmervertreter. Vor Beginn der Tagung gab es am Morgen eine Kundgebung. „Ich finde gut, dass sie zeigen, wofür sie stehen, solange es einen konstruktiven Dialog gibt“, sagte Laucks.

Die Deutsche Bank will die Postbank entgegen früherer Pläne nicht mehr verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft integrieren. Verdi fordert in diesem Zusammenhang, den Kündigungsschutz bis Ende 2022 zu verlängern. Außerdem verlangt die Gewerkschaft für die etwa 18.000 Beschäftigten der Postbank, der BHW-Gruppe und weiterer Töchter fünf Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit.

In der dritten Verhandlungsrunde Anfang dieser Woche hatte das Unternehmen ein Angebot vorgelegt, das neben einer Anhebung der Löhne und Gehälter in zwei Stufen um insgesamt 2,5 Prozent einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2019 vorsieht. Verdi will mit weiteren Warnstreiks der Forderung nach einem besseren Angebot Nachdruck verleihen.

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