Preise im Euroraum Inflation in Euro-Zone steigt auf 1,9 Prozent

Die Inflation im Euroraum steigt um 0,4 Prozent. Damit kommt sie dem dem EZB-Ziel von zwei Prozent sehr nahe. Beobachter dürfte das überraschen. Sie hatten nicht vor 2018 mit einem so starken Anstieg gerechnet.

Die europäische Statistikbehörde hat die aktuellen Inflations-Schätzungen veröffentlicht. Die Preise sind überraschend stark gestiegen. Quelle: dpa

Die jährliche Inflation im Euroraum ist Schätzungen zufolge auf 1,9 Prozent gestiegen. Das teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Die Preise in der Eurozone zogen damit deutlich kräftiger an, als von Beobachtern erwartet. Damit kommt die Europäische Zentralbank ihrem Inflations-Ziel von zwei Prozent sehr nahe. Dieses Niveau strebt sie als Optimal-Wert für die Wirtschaftsentwicklung an. Denn damit ist aus Sicht der Notenbank ein ausreichender Abstand zu einer gefährlichen Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und rückläufigen Investitionen garantiert.

Beobachter dürfte der starke Preisanstieg überraschen. In einer Umfrage schätzten professionelle Beobachtern der EZB-Geldpolitik, dass die Inflation erst 2012 bei 1,8 Prozent liegen wird. Dieser Wert wurde bereits jetzt überschritten.

Die EZB wird ihre eigenen Wirtschaftsprognosen zur Zinssitzung am 8. Juni veröffentlichen. Diese sind ein wichtiger Faktor für die weitere Ausrichtung ihrer Geldpolitik. Erst am Donnerstag bekräftigte die Notenbank trotz etwas optimistischeren Äußerungen zu den Wachstumsperspektiven ihre ultralockere Haltung. Sie beließ den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem erwerben die Euro-Wächter pro Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Umfang von 60 Milliarden Euro, um die Konjunktur und die Inflation anzuheizen.

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