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Preisentwicklung Euro-Zone Inflation bleibt im Juli stabil niedrig

Die Inflation verfehlt auch im Juli die Zielmarke von zwei Prozent. Die Preise legten im Schnitt um 1,3 Prozent zu. Deutschland liegt mit 1,5 Prozent knapp über der Teuerungsrate der Eurozone.

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Am Donnerstag wurden neue Inflationszahlen aus der Euro-Zone veröffentlicht. Quelle: dpa

Düsseldorf Die Inflation in der Eurozone war und ist niedrig. Im Juli verharrt die Teuerungsrate bei 1,3 Prozent. Damit bleibt die Preisentwicklung innerhalb der Eurozone weiterhin unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Die EZB strebt eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an. Zudem will sie sicherstellen, dass dieser Wert stabil bleibt, sollte sie eines Tages eine nicht mehr so expansive Geldpolitik fahren. Davon ist die aktuelle Entwicklung noch ein ganzes Stück weit entfernt.

Die Preisentwicklung in Deutschland verharrt wie bereits im Vormonat bei 1,5 Prozent. Im Mai lag sie noch bei 1,4 Prozent. Am oberen Skalenende finden sich Litauen (4,1 Prozent) und Estland (3,9 Prozent). In Irland und Zypern hingegen kommt die Inflation so gar nicht ins Rollen. Hier lag die Teuerungsrate bei gerade einmal 0,2, beziehungsweise 0,1 Prozent.

Betrachtet man ausschließlich die Kernteuerung, lässt also die schwankungsanfälligen Faktoren wie etwa Energie außen vor, stieg die Inflation auf 1,2 Prozent. Energie verteuerte sich im Juli um 2,2 Prozent, unverarbeitete Lebensmittel um 0,6 Prozent. Nimmt man noch Alkohol hinzu, stiegen die Preise um 1,9 Prozent. Dienstleistungen in der Eurozone verteuerten sich um 1,6 Prozent und damit ebenso wie bereits im Juni.

Die aktuellen Zahlen dürften die EZB nur mäßig freuen. Die Euro-Notenbank hält die Leitzinsen auf dem Rekordtief von null Prozent, um für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. So soll die Zielmarke von knapp unter zwei Prozent erreicht werden. Zudem erwirbt sie monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere, um Banken zur stärkeren Kreditvergabe an die Wirtschaft anzuregen. Das auf 2,3 Billionen Euro angelegte Programm ist in Deutschland umstritten. Es soll noch bis Ende Dezember laufen.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte unlängst eine Diskussion in der Notenbank über die Zukunft der Käufe für den Herbst in Aussicht gestellt. An den Finanzmärkten wird darüber spekuliert, dass die EZB im kommenden Jahr ihre Wertpapierkäufe schrittweise reduzieren könnte. Einige Ökonomen erwarten, dass sie einen solchen Schritt im September ankündigen wird.

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