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Produktionsprobleme Komplette Impfstoffcharge von Johnson & Johnson unbrauchbar

Das Pharmaunternehmen will die Impfstoff-Produktion nun besser überwachen. Quelle: dpa

Eine ganze Impfstoff-Charge von Johnson & Johnson ist dahin: In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden.

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Bei der Produktion des Corona-Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson (J&J) ist bei einer Charge ein Problem aufgetreten. In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden und sei daher nicht verwendet worden, teilte Johnson & Johnson am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wie viele Impfdosen von dem Problem bei dem Auftragsproduzenten Emergent Biosolutions betroffen waren. Die Impfung der Firma entfaltet bereits nach nur einer Spritze ihre volle Wirkung.

Johnson & Johnson betonte, man plane weiterhin, der US-Regierung wie zuvor zugesagt bis Ende Mai 100 Millionen Dosen zu liefern. Das Unternehmen werde dem Vertragshersteller Emergent Biosolutions nun mit zusätzlicher Expertise zur Seite stehen und die Produktion im US-Staat Maryland vor Ort überwachen, hieß es. Der Fehler sei der Gesundheitsbehörde FDA mitgeteilt worden und es seien nun mehr Mitarbeiter zur Überwachung der Produktion eingesetzt.



„Qualität und Sicherheit sind weiterhin unsere oberste Priorität“, erklärte das Unternehmen. Die Produktionsstätte von Emergent Biosolutions sei bislang noch nicht von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) für den Impfstoff zugelassen worden. Das Unternehmen bereitet aber bereits die Produktion vor, um Lieferziele erfüllen zu können. Emergent steht nicht auf der Produktions-Liste von J&J für Europa. Seit Mitte März ist der Impfstoff von Johnson & Johnson auch in der EU zugelassen. Insgesamt hat die EU-Kommission bei dem Hersteller 200 Millionen Impfdosen bestellt. Ab Mitte April soll das Vakzin in Deutschland verimpft werden. In Europa produziert Johnson & Johnson den Impfstoff in Leiden (Niederlande). Abgefüllt und produziert wird das Vakzin unter anderem in der Nähe von Lyon vom französischen Pharmakonzern Sanofi sowie in Dessau vom deutschen Mittelständler IDT Biologika.

Mehr zum Thema: Hanneke Schuitemaker hat den neuen Coronaimpfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson maßgeblich mitentwickelt. Im Interview erklärt die Forscherin, warum es bis zur Auslieferung in die EU noch Wochen dauert.

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