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Prognose Goldman: Euroraum-Kerninflation wird niedrig bleiben

Laut Goldman Sachs werde die EZB zudem 2019 mit der Anhebung der Zinsen beginnen und auch den Banken langfristige Kredite anbieten.

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Die Kerninflation werde im Währungsraum der 19 Nationen 2019 bei einem Prozent bleiben, schrieb Andrew Benito, Europa-Ökonom bei Goldman Sachs. Quelle: Reuters

Frankfurt Die Schwäche der Kerninflation im Euroraum wird laut Goldman Sachs erheblich über das nächste Jahr hinaus anhalten. Die Kerninflation – die volatile Güter wie Nahrungsmittel und Energie ausklammert – wird im Währungsraum der 19 Nationen 2019 bei ein Prozent bleiben, bevor sie 2020 auf 1,2 Prozent und 2021 auf 1,4 Prozent steigen wird, schrieb Andrew Benito, ein führender Europa-Ökonom bei Goldman Sachs, am Donnerstag in einer Notiz.

Die Bank prognostiziert auch, dass die Europäische Zentralbank im letzten Quartal 2019 mit der Anhebung der Zinsen beginnen wird und im ersten Halbjahr des nächsten Jahres den Banken eine weitere Runde langfristiger Kredite anbieten wird.

„Es gibt immer noch eine disinflationäre Tendenz“, schrieb Benito. „Sie wird nachlassen, aber nur langsam. Wir gehen davon aus, dass die Belebung des zugrunde liegenden Inflationsdrucks im Inland langsamer verläuft, als die jüngsten Prognosen der EZB-Volkswirte annehmen.“

Die Gesamtinflationsrate der Region hat das Ziel der Zentralbank von knapp unter zwei Prozent seit Monaten übertroffen, angeschoben durch steigende Energiekosten, während die Kernrate seit 2010 etwa auf der Hälfte des angestrebten Niveaus liegt.

Die wirtschaftliche Erholung werde sich fortsetzen, aber die Dynamik wird den Schätzungen von Benito zufolge langsam von 1,6 Prozent im Jahr 2019 auf 1,4 Prozent im Jahr 2022 sinken.

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