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Quartalsbilanz UBS übertrifft Erwartungen der Analysten deutlich

Die UBS sieht sich nach stabilem Quartalsgewinn auf Kurs. Der Reingewinn legt im Vorjahresvergleich leicht zu. Fürs Gesamtjahr bleibt die Bank vorsichtig.

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Der Nettogewinn stieg um ein Prozent. Quelle: Reuters

Zürich Die Zurückhaltung reicher Privatkunden, niedrige Zinsen und ein schleppendes Investmentbanking haben das Wachstum der UBS im zweiten Quartal gebremst: Der Nettogewinn der größten Schweizer Bank stieg von April bis Juni im Vorjahresvergleich um ein Prozent auf 1,392 Milliarden Dollar.

Damit schnitt das Institut aber deutlich besser ab, als von Analysten erwartet. Sie hatten nach der bankeigenen Umfrage mit einem Rückgang um ein Viertel gerechnet. „Insgesamt bleiben unsere Ziele unverändert: Wir wollen mittelfristig nachhaltig und profitabel wachsen, in unsere Geschäftsbereiche investieren und zugleich unseren Aktionären attraktive Renditen bieten“, sagte Bankchef Sergio Ermotti am Dienstag.

Für den Rest des Jahres gibt sich die Bank vorsichtig. Die niedrigen Zinsen und erwartete weitere Zinssenkungen dürften sich negativ auf das Geschäft auswirken. Allerdings könnte die höhere Volatilität an den Märkten in dem saisonal eher mauen Sommerquartal für eine Belebung sorgen.

Die UBS zählt zu den größten Vermögensverwaltern der Welt und ist spezialisiert auf superreiche Kunden: Über die Hälfte der Milliardäre der Welt macht Geschäfte mit der Bank. Doch viele von ihnen sind angesichts der politischen Unsicherheiten wie etwa dem Handelskrieg und einem möglichen Ende der schon seit Jahren anhaltenden Aktien-Rally vorsichtig. Daher bunkern sie große Teile ihres Vermögens in bar und halten sich mit Transaktionen oder riskanteren Geschäften zurück.

Zudem schmälerten die niedrigen Zinsen und der harte Wettbewerb in den USA den Ertrag in der Vermögensverwaltung: In der Kernsparte schrumpfte der bereinigte Vorsteuergewinn im Jahresvergleich daher um zwölf Prozent. Darüber hinaus zogen die reichen Kunden unter dem Strich zwei Milliarden Dollar ab - vor allem, um ihre Steuerschulden in den USA zu begleichen.

Die Investmentbank bekam unter anderem das schwache Geschäft mit Aktien zu spüren – der bereinigte Vorsteuergewinn schrumpfte um knapp ein Viertel. Auch große US-Banken hatten im Investmentbanking zu kämpfen. Einige von ihnen konnten die schlechten Ergebnisse jedoch mit Zuwächsen in anderen Bereichen ausgleichen und ihren Gewinn dennoch steigern.

Mehr: Die großen Vermögensverwalter wachsen immer weiter, kleinere Verwalter kommen in eine bedrohliche Lage. Das könnte zu Fusionen und Aufkäufen führen.

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