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Quartalsgewinne Münchener Rück steigert Gewinn und weitet Geschäft aus

Um 48 Prozent konnte der Rückversicherer seinen Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Nun weitete er sein Prämienvolumen aus.

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Eine ungewöhnlich niedrige Zahl von Sturm- und Großschäden prägte das erste Quartal. Quelle: dpa

München Die Münchener Rück hat die leicht steigenden Preise zu einer Ausweitung ihres Geschäfts genutzt. Bei der Neuverhandlung der Verträge zum 1. April sei das Prämienvolumen um 8,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro ausgeweitet worden, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Dienstag mit. Die Preise seien um 0,8 Prozent höher ausgefallen.

Das erste Quartal war von einer ungewöhnlich geringen Zahl an Naturkatastrophen und anderen Großschäden geprägt. Unter dem Strich konnte die Münchener Rück sogar 50 Millionen Euro mehr Rückstellungen für frühere Jahre auflösen als neu hinzugekommene Schäden kosteten. Das trieb den Nettogewinn um 48 Prozent auf 827 Millionen Euro. Die Münchener Rück hatte bereits im April einen Gewinn von mehr als 800 Millionen in Aussicht gestellt.

„Mit dem Start in das Jahr können wir sehr zufrieden sein“, konstatierte Finanzvorstand Jörg Schneider. Für die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung erwartet er für 2018 nun einen Rückgang auf 97 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte weniger als bisher. Im ersten Quartal lag die Kennziffer bei 88,6 (97,1) Prozent. An der Gewinnprognose - einem Ergebnis von 2,1 bis 2,5 Milliarden Euro - hält die Münchener Rück aber fest.

Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im ersten Quartal um 1,6 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Ohne den schwachen Dollar und andere Währungseffekte hätte der Zuwachs bei 7,8 Prozent gelegen. Ein großer Teil des Rückversicherungsgeschäfts wird in Dollar abgewickelt.

Der Sturm „Friederike“, der zu Jahresbeginn über Deutschland hinweggezogen war, traf die Erstversicherungs-Tochter Ergo. Ihr Ergebnis ging auf 77 (Vorjahr: 91) Millionen Euro zurück. Die Sturmschäden ließen die Schaden-Kosten-Quote im Sach-Geschäft in Deutschland auf 101,7 (99,1) Prozent steigen. Die gebuchten Bruttobeiträge kletterten um 1,3 Prozent auf 4,94 Milliarden Euro.

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