WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Quartalszahlen Credit Agricole macht Gewinnsprung im Investmentbanking

Ein starkes Investmentbanking sorgt für eine Gewinnsteigerung bei der Credit Agricole. Das Privatkundengeschäft lief aber schlechter.

Der Jahresgewinn der Großbank stieg um drei Prozent an. Quelle: Reuters

ParisDie französische Großbank Credit Agricole konnte im Investmentbanking Ende vergangenen Jahres punkten. Wie der zweitgrößte Finanzkonzern des Landes am Mittwoch in Paris mitteilte, zogen die Einnahmen im Handels- und Beratungsgeschäft im vierten Quartal kräftig an und sorgten für einen Gewinnsprung um ein Drittel auf 387 Millionen Euro. Weniger gut lief es hingegen im Geschäft mit Privatkunden auf dem Heimatmarkt - hier gingen die Erträge um fast vier Prozent zurück, deutlich stärker als bei den wichtigsten Konkurrenten Societe Generale und BNP Paribas.

Credit Agricole erwartet nun aber eine Trendwende: „Die Einnahmen im vierten Quartal sind aus unserer Sicht der Tiefpunkt dessen, was wir in den kommenden Quartalen sehen werden”, sagte Finanzchef Jerome Grivet. Das Kreditgeschäft ziehe ebenso an wie die Zinseinnahmen. Ähnlich hatten sich zuletzt auch Societe Generale und BNP geäußert. Die Credit-Agricole-Aktie gab am Mittwoch an der Pariser Börse um rund zwei Prozent nach, obwohl der Jahresgewinn trotz eines negativen Steuereffekts um drei Prozent auf 3,65 Milliarden Euro stieg. Die Aktionäre sollen eine um drei Cent höhere Dividende von 63 Cent je Titel erhalten.

Credit Agricole ist das Spitzeninstitut der französischen Genossenschaftsbanken und damit am ehesten mit der deutschen DZ Bank vergleichbar, die an der Spitze der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken steht. Credit Agricole hatte zuletzt einige Übernahmen gestemmt: Im Herbst verstärkte die Bank ihre Vermögensverwaltung mit der italienischen Banca Leonardo. Zudem erwarben die Franzosen drei kleinere italienische Geldhäuser.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%