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Quartalszahlen NordLB verzeichnet Gewinnanstieg – Neuaufstellung geht weiter

Die Bank hat ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Dennoch geht die NordLB weiter von einem Verlust für das Gesamtjahr aus.

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Als eine Maßnahme ihrer Neuaufstellung will die Landesbank Stellen streichen. Quelle: dpa

Frankfurt Während die NordLB auf den Segen der Europäischen Kommission für ihr geplantes Rettungspaket wartet, hat sie am Dienstag für das erste Quartal einen Gewinnanstieg vorgelegt. Für das Gesamtjahr rechnet das Institut aber immer noch mit einem Verlust.

In den ersten drei Monaten des Jahres erzielt die Bank ein Ergebnis vor Steuern von 65 Millionen Euro, was in etwa auf Vorjahresniveau lag. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 54 Millionen Euro und übertraf damit das Ergebnis des Vorjahresquartals von 43 Millionen Euro.

Im Rahmen der Neuaufstellung der Bank soll die Bilanzsumme bis 2024 auf rund 95 Milliarden Euro gesenkt werden. Geplant ist auch, die Mitarbeiterzahl in den kommenden fünf Jahren auf 2.800 bis 3.000 Vollzeitstellen zu reduzieren.

„Der positive Start ins Jahr ändert daher auch nichts an unserer Prognose für das Gesamtjahr. Wie angekündigt gehen wir weiterhin davon aus, das Gesamtjahr 2019 mit einem Verlust abzuschließen“, sagte Vorstandschef Thomas Bürkle. Für das zweite Halbjahr rechnet er mit hohen Restrukturierungsaufwendungen.

Ausgang der Überprüfung durch die Europäische Kommission unklar

Wie die Überprüfung der NordLB-Rettungspläne durch die Europäische Kommission ausgehen wird, ist indes unklar. „Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass da wahrscheinlich noch einige Fragen auftauchen“, hatte Peter Schneider, Präsident des LBBW-Miteigners Sparkassenverband Baden-Württemberg, vor kurzem gegenüber Bloomberg gesagt.

Im Februar hatten sich die Eigner der NordLB, zu denen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und einige Sparkassen gehören, zusammen mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) im Grundsatz auf das Rettungspaket für die NordLB verständigt.

Die Pläne sehen vor, die Kapitalquoten durch eine Barkapitalzufuhr von 2,8 Milliarden Euro zu stärken, an der sich Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zusammen mit rund 1,7 Milliarden Euro beteiligen. Die verbleibenden 1,1 Milliarden Euro sollen vom DSGV und den Trägersparkassen kommen. Bürkle erklärte am Dienstag, dass die Bank bei der Umsetzung der beschlossenen Kapitalmaßnahmen „im Plan“ liege.

Mehr: Die NordLB kommt nach eigenen Angaben bei der Neuausrichtung der Landesbank einen Schritt voran. Das Geldhaus steht aber vor einem kräftigem Arbeitsplatzabbau.

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