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RBI Raiffeisen Bank plant für Polen-Tochter Verkauf oder Börsengang

Im Sommer scheiterte der Börsengang der Polen-Tochter, ein neuer Versuch soll hingegen positiver verlaufen. Unprofitable Hypothekenkredite sollen auf die RBI übertragen werden und die Bank Polska attraktiver machen.

Die polnische Aufsichtsbehörde KNF pocht darauf, dass die RBI bis 15. Mai 2018 mindestens 15 Prozent ihrer polnischen Tochter an die Börse bringt. Quelle: Reuters

WienDie österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) will ihre Polen-Tochter attraktiver für Investoren machen. Fremdwährungskredite sollen aus der Raiffeisen Bank Polska herausgelöst und auf die RBI übertragen werden, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Das große Portfolio an unprofitablen Schweizer-Franken-Krediten gilt als einer der Hauptgründe für das Scheitern des Börsengangs der Polen-Tochter im Sommer. Nach der Übertragung der betroffenen Hypothekenkredite soll die Polen-Tochter entweder an die Warschauer Börse gebracht werden oder die Mehrheit an der Kernbank an einen Investor verkauft werden.

Die polnische Aufsichtsbehörde KNF pocht darauf, dass die RBI bis 15. Mai 2018 mindestens 15 Prozent ihrer polnischen Tochter an die Börse bringt. Die KNF würde sich laut der Bank auch mit einem Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an der Kernbank zufrieden geben. Es hätten sich bereits erste Interessenten für die Polen-Tochter gemeldet, sagte eine RBI-Sprecherin.

2016 platzten die Pläne zum Verkauf der Polen-Tochter. Die RBI führte exklusive Verhandlungen mit der polnischen Alior Bank, doch das vom staatlichen Versicherer PZU kontrollierte Institut stoppte den Deal. Die RBI verordnete ihrer Polen-Tochter daraufhin einen scharfen Sparkurs.

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