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Reaktion auf Coronakrise Volksbanken stunden 5,4 Milliarden an Kreditzahlungen

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken rechnet für 2021 mit bis zu 30 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen in Deutschland.

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35.000 Konten sind bei den Volks-und Raiffeisenbanken von den Kreditstundungen betroffen. Quelle: dpa

Die deutschen Genossenschaftsbanken haben Ende Dezember angesichts der Coronakrise rund 5,4 Milliarden Euro an Kreditzahlungen von Kunden gestundet. Das teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag mit. Er rechnet zudem mit einem starken Anstieg der Insolvenzen.

Die Stundungen machen weniger als ein Prozent des gesamten Kreditvolumens bei Genossenschaftsbanken ausmachen. Davon sind den Angaben zufolge rund 35.000 Konten betroffen. Die Kreditbestände seien aber zu 96 Prozent mit „werthaltigen Immobilien“ besichert.

„In unseren Schätzungen gehen wir davon aus, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2021 in Deutschland um 20 bis 30 Prozent steigen könnte, auch wenn sich dies in den Bilanzen unserer Banken zum Jahresende kaum zeigt“, erklärte BVR-Präsidentin Marija Kolak.

Laut einer im Dezember veröffentlichten Umfrage des ZEW Mannheim erwarten Finanzmarktexperten wegen der Coronakrise einen Anstieg der Kreditausfälle, von denen Volksbanken und Sparkassen mehr betroffen seien als Großbanken.

Zu einem ähnlichen Ergebnis war auch schon das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle im Sommer gekommen. Gerade lokale Institute hätten ihr Geld an die schwer von der Pandemie getroffenen Branchen Einzelhandel und Gastgewerbe verliehen.

Zugleich zeigte aber ein Covid-Stresstest von Bafin und Bundesbank für kleinere Banken, dass diese Institute “auch bei einem schweren Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im Durchschnitt ausreichend kapitalisiert“ seien.

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