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Rechtsstreit Deutsche Bank soll laut US-Klage Schneeballsystem ermöglicht haben

Die Deutsche Bank soll Konten für Unternehmen geführt haben, die in ein Betrugssystem verwickelt waren – trotz Warnungen der US-Börsenaufsicht.

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Die Liste der juristischen Auseinandersetzungen wird wieder einmal länger. Quelle: AP

Der Deutsche Bank AG wird in einem US-Zivilrechtsstreit vorgeworfen, bei einem jahrelangen Schneeballsystem mit betrügerischen Investitionen in Florida ein Auge zugedrückt zu haben. Damit wächst für Vorstandschef Christian Sewing die Liste der juristischen Auseinandersetzungen.

Die Liquidatoren von zwei inzwischen bankrotten Investmentfonds auf den Kaimaninseln haben die Bank in New York und Florida verklagt und behaupten, sie habe „Diebstahl in großem Stil ermöglicht“, der zu Verlusten in Höhe von Hunderten von Millionen Dollar geführt habe, wie aus Klagschriften hervorgeht.

Die Deutsche Bank habe trotz wiederholter Warnungen und SEC-Sanktionen Konten für Unternehmen geführt, die in das System verwickelt waren, heißt es in den Klagschriften. Sie habe es versäumt, ihre eigenen Regeln zur Verhinderung von Geldwäsche durchzusetzen.

Die Deutsche Bank kämpft seit Jahren mit dem Vorwurf laxer interner Kontrollen und hat Milliarden von Dollar an Bußgeldern gezahlt, um straf- und zivilrechtliche Verfahren zu beenden.

Eine Sprecherin der Deutschen Bank sagte, die Behauptungen der Kläger entbehrten jeder Grundlage und die Bank werde sich dagegen weiterhin rechtlich zur Wehr setzen.

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