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Referenzzinssatz Isdafix Deutsche Bank muss Millionen-Geldbuße in USA zahlen

Mitarbeiter hatten einen Referenzzinssatz mit falschen Angaben beeinflussen wollen. Jetzt muss die Deutsche Bank zahlen.

Schwere Vorwürfe hält die Aufsichtsbehörde CFTC der Deutschen Bank mit Sitz in Frankfurt entgegen. Quelle: AP

Washington
Wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation muss die Deutsche Bank in den USA eine Geldbuße von 70 Millionen US-Dollar zahlen. Die Aufsichtsbehörde CFTC sieht es als erwiesen an, dass die Bank von 2007 bis 2012 durch falsche Angaben den Referenzzinssatz Isdafix zu ihren Gunsten beeinflussen wollte.

Die involvierten Mitarbeiter hätten gewusst, dass ihr Handeln illegal gewesen sei, erklärte die CFTC am späten Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Der Isdafix ist eine Referenzwert für bestimmte Finanzgeschäfte.

„Wir haben die Untersuchungen der CFTC unterstützt und umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Schwachstellen bei der Festlegung von Referenzwerten zu beheben“, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bank am Freitagmorgen in Frankfurt auf Anfrage. Erst zu Wochenbeginn hatte die CFTC der Deutschen Bank wegen des Vorwurfs der Manipulation von Edelmetallpreisen eine Geldbuße von 30 Millionen Dollar aufgebrummt.

Die Deutsche Bank kann damit ein weiteres Kapitel in ihren zahlreichen Rechtsstreitigkeiten schließen. Schon 2016 hatte sich die Deutsche Bank wegen des Vorwurfs der Isdafix-Manipulation mit einer Gruppe von Investoren auf die Zahlung von 50 Millionen Dollar geeinigt. Die Investoren hatten damals insgesamt 14 Banken vorgeworfen, beim Isdafix verbotene Absprachen getroffen zu haben.

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