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Refinanzierung KfW profitiert von der starken Nachfrage am Bondmarkt

Die KfW hat 42 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Damit ist hat sie mehr als die Hälfte ihres Refinanzierungsbedarfs gedeckt.

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KfW profitiert von der starken Nachfrage am Bondmarkt Quelle: dpa

Frankfurt Die Staatsbank KfW nutzt die starke Nachfrage am Bondmarkt und hat in den ersten vier Monaten des Jahres bereits mehr als die Hälfte ihres Refinanzierungsbedarfs aufgenommen. Insgesamt seien Anleihen in einem Volumen von 42 Milliarden am Kapitalmarkt platziert worden, teilte die Bund und Ländern gehörende Förderbank am Montag in Frankfurt mit.

Die Bonds der KfW würden von institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Vermögensverwaltern und Fonds stark nachgefragt, sagte der für die Refinanzierungsgeschäfte der KfW verantwortliche Manager, Frank Czichowski. „Und ich sehe keinen Anlass, dass sich das bis zum Jahresende ändert.“

Im laufenden Jahr will die gemessen an der Bilanzsumme drittgrößte deutsche Bank Anleihen über 80 Milliarden Euro zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts am Kapitalmarkt emittieren. Bei ihren großvolumigen Euro-Benchmarkanleihen verzeichnete die KfW im ersten Quartal teilweise eine rekordhohe Nachfrage. Das ermöglichte ihr sehr gute Refinanzierungskonditionen. Selbst bei Negativrenditen griffen noch viele Anleger zu, die derzeit wegen der politischen Turbulenzen in aller Welt vor allem nach sicheren Investments suchen.

Außergewöhnlich war laut KfW-Treasurer Czichowski auch die Nachfrage nach Anleihen in Britischem Pfund: Ungeachtet der anhaltenden Unklarheit über den Brexit emittierte die KfW in den ersten vier Monaten zehn Pfund-Anleihen über insgesamt umgerechnet 6,3 Milliarden Euro. Seit Beginn des Jahres platzierte die KfW weltweit Anleihen in insgesamt elf unterschiedlichen Währungen.

Immer wichtiger im Refinanzierungsmix der KfW werden Emissionen von sogenannten „Green Bonds“. Solche Anleihen, die besonderen Kriterien in punkto Nachhaltigkeit und Umweltschutz genügen müssen, legte die Staatsbank 2018 in einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro auf – 2019 will sie mindestens sechs Milliarden Euro darüber refinanzieren. Dabei will sie auch größere Volumina platzieren und die „Lücke“ zu klassischen Bonds somit möglichst schließen.

Gelänge dies, würde die KfW im Ranking der Emittenten grüner Anleihen weltweit deutlich nach oben klettern. Das Volumen der Neuemissionen in dem zersplitterten Markt für solche Bonds lag 2018 bei rund 110 Milliarden Euro. Das ist zwar im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von zehn Prozent - in Relation zum globalen Rentenmarkt sind Green Bonds aber mit einem Anteil von nur 0,4 Prozent immer noch Exoten.

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