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Regulierung China geht gegen spekulative Anlagen vor

In die kurzfristigen Anlageprodukten hatten Anleger umgerechnet 2,6 Billionen Euro gesteckt. Dagegen geht China jetzt verstärkt vor.

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Die Geldhäuser müssen den neuen Regeln zufolge unter anderem das Liquiditätsmanagement verstärken und Stresstests veranlassen. Quelle: dpa

Peking China verschärft die Regulierung kurzfristiger Anlageprodukte. Die chinesische Banken- und Versicherungsaufsicht CBIRC veröffentlichte am Freitag ihren lange erwarteten Entwurf zum Umgang mit sogenannten Wealth Management Products (WMP), die als möglicher Auslöser einer künftigen Finanzkrise in China gelten. Per Ende Juni hatten Anleger umgerechnet 2,6 Billionen Euro (21 Billionen Yuan) in solche unbesicherten Produkte gesteckt, die in der Regel höhere Renditen als normale Bankanlagen wie Sparbücher versprechen und bei Verbrauchern populär sind. Die Mittel aus den WMPs fließen oft in Firmen oder Projekte, an die Banken nur begrenzt oder gar kein Geld verleihen dürfen.

Die Geldhäuser müssen den neuen Regeln zufolge unter anderem das Liquiditätsmanagement verstärken und Stresstests veranlassen, um die Risiken unter Kontrolle zu halten. Sie dürfen künftig keine WMPs nutzen, um in WMPs anderer Banken zu investieren. Die Aufseher wollen zudem dagegen vorgehen, dass Banken Investoren eine implizite Garantie gegen Anlageverluste geben.

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