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René Brülhart Papst ersetzt Chef der vatikanischen Finanzaufsicht

Seit 2012 hat René Brülhart als Präsident der AIF gegen Geldwäsche gekämpft. Nun will der Papst in der kommenden Woche einen neuen Aufseher benennen.

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Papst ersetzt Chef der vatikanischen Finanzaufsicht Quelle: dpa

Papst Franziskus besetzt die Spitze der Finanzaufsicht des Vatikans neu. Die Amtszeit von Behördenchef René Brülhart laufe aus, erklärte der Papst am Montag und dankte dem Schweizer Experten im Kampf gegen Geldwäsche für seine Arbeit als Präsident der Behörde AIF. Die Nachfolge werde kommende Woche bekannt gegeben.

Brülhart war 2012 in den Vatikan gekommen und sollte den Ruf des Kirchenstaates als skandalumwittertes Steuerparadies beseitigen. Unter ihm wurde der Vatikan Mitglied der Egmont-Gruppe, in der Finanzbehörden von 130 Staaten Informationen über den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung austauschen. Einige Medien verpassten Brülhart den Spitznamen „007 des Kampfes gegen Geldwäsche“.

Der Kirchenstaat versucht seit etwa zehn Jahren, internationale Bestimmungen zum Kampf gegen Geldwäsche umzusetzen und die Vatikanbank IOR zu reformieren. Dazu wurde unter anderem die AIF eingerichtet. Diese wurde Anfang Oktober allerdings von der Polizei ebenso durchsucht wie das vatikanische Staatssekretariat, das als Regierung des Kirchenstaats fungiert. Hintergrund war offenbar ein Kompetenzstreit zwischen der Vatikanbank auf der einen und AIF und Staatssekretariat auf der anderen Seite.

Der AIF-Aufsichtsrat sprach damals dem Management das Vertrauen aus. Dennoch hat die Durchsuchung dem internationalen Ansehen des Heiligen Stuhls geschadet. Andere Staaten könnten nach der Aktion zögern, der AIF vertrauliche Informationen im Kampf gegen Geldwäsche zur Verfügung zu stellen, weil die Gefahr besteht, dass diese letztlich in den Händen der Vatikanpolizei landen.

Der Abgang Brülharts lässt die AIF erst einmal führerlos, weil Direktor Tommaso di Ruzza suspendiert ist.

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