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Risiko-Geldanlage Scalable Capital bietet jetzt auch Krypto-Investments an

Kryptowährungen schwanken teils um 20 Prozent an einem Tag, doch gerade junge Kunden wollen unbedingt investieren. Scalable-Chef Podzuweit mahnt zur Vorsicht.

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Büroräume der Münchner Fintech-Unternehmens. Quelle: picture alliance / SZ Photo

Europas größter digitaler Vermögensverwalter Scalable Capital steigt in das riskante Geschäft mit Kryptowährungen ein. Die Münchner werden den Kunden ermöglichen, in Bitcoin, Ethereum und andere digitale Coins zu investieren, kündigte Firmen-Mitgründer Erik Podzuweit am Mittwoch an. „Der Handel findet über regulierte Marktplätze statt, entweder über Xetra, also die Deutsche Börse, oder über Gettex von der Börse München“, sagte Podzuweit.

Zuvor hatten bereits deutsche Fintech-Unternehmen wie Trade Republic, Nuri (Bitwala) und Vivid ihren Kunden ermöglicht, Geld in Kryptowährungen anzulegen. International dominieren Player wie Coinbase und Binance. Unter den traditionellen Geldinstituten in Deutschland zeigten zuletzt die Sparkassen ein Interesse daran, ihren Kunden einen Zugang zu Kryptowährungen zu ermöglichen.

Ähnlich wie bei Trade Republic und Vivid müssen Kunden bei Scalable keine separate digitale Geldbörse (Wallet) für die Verwahrung der Digitalmünzen anlegen. Die Kryptowährungen werden bei den Münchenern in Form von Wertpapieren (ETP) auf dem bestehenden Depot der Kundinnen und Kunden gehalten. Dies ermögliche einen nahtlosen Zugang zu digitalen Vermögenswerten in einer regulierten und sicheren Umgebung. Hinter den Papieren stehen eingelagerte Coins in gesicherten Verwahrstellen.

Firmen-Mitgründer Podzuweit verwies gleichzeitig auf das Risiko, dass mit einem Investment in Bitcoin und anderen Kryptowährungen verbunden sei. Auch wenn man daran glaube, dass die damit verbundene Technologie der Blockchain Bestand habe und Teil des Alltags werde, müsse man das Risiko sehen. „Ich kenne keine Anlageform, die so großen Schwankungen unterworfen ist, wie den Kryptobereich. Eine so große Bewegung, bei der es auch mal 20 Prozent an einem Tag nach unten gehen kann, gibt es sonst nicht am Wertpapiermarkt.“

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    Dennoch hätten sich Kryptowährungen als Anlageklasse in einem ausgewogenen Portfolio etabliert und würden von jüngeren Kunden zunehmend stark nachgefragt.

    „Krypto ist eine enorm hohe Risikoklasse“, sagte Podzuweit. „Daher rate ich Freunden und Verwandten dazu, mit einem sehr kleinen Anteil des Gesamtvermögens einzusteigen.“ Dabei müsse der zeitliche Anlagehorizont langfristig angelegt sein. „Wenn man nicht 10 Jahre mindestens auf sein Geld verzichten kann, dann sollte man eher nicht in den Kryptobereich einsteigen.“

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