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Rohstoffe Ölpreise fallen erneut deutlich

Die streikenden kuweitischen Ölarbeiter wollen ihren Arbeitskampf beenden – und läuten mit dieser Ankündigung das Ende des kurzzeitigen Anstiegs der Ölpreise ein. Einiges spricht dafür, dass sie unter Druck bleiben.

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Experten erwarten, dass der Preisdruck auf den Rohstoff Öl vorerst anhält. Quelle: dpa

New York, London, Wien Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt knapp 43 US-Dollar. Das waren gut ein US-Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni fiel um 1,05 auf 41,42 Dollar.

Grund für den wieder fallenden Kurs: Die Ölarbeiter in Kuwait haben das Ende ihres dreitägigen Streiks angekündigt. Tausende Arbeiter waren am Sonntag wegen geplanter Lohnkürzungen im Zuge des niedrigen Ölpreises in den Ausstand getreten. Durch den Ausstand war die Produktion des Landes um rund 1,7 Millionen Barrel je Tag gefallen. Dies hatte die Ölpreise in den vergangenen Tagen gestützt, obwohl am Wochenende die Gespräche wichtiger Ölförderländer über eine Begrenzung der Fördermenge gescheitert waren.

Die staatliche kuweitische Ölgesellschaft kündigte an, dass Förderanlagen und Raffinerien schnell wieder hochgefahren werden sollen. Kuwait zählt zu den wichtigsten Förderländern der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Ähnlich wie der in Saudi-Arabien leidet auch der kuweitische Staatshaushalt unter den gesunkenen Ölpreisen. 2014 lag der Preis für ein Barrel Öl noch bei über 100 Dollar.

Der Preisdruck wird anhalten. Der Iran hatte am Dienstagabend erneut bekräftigt, nach der Aufhebung westlicher Sanktionen seine Produktion bis Ende Juni auf mehr als vier Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu erhöhen. Zudem erwägt Russland, seine Förderung in diesem Jahr auszuweiten, wie Vize-Energieminister Kirill Molodzow der Agentur Tass zufolge sagte. Demnach ist eine Aufstockung auf 537 bis 540 Millionen Tonnen Rohöl geplant, nach 534 Millionen Tonnen im Vorjahr.

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