Royal Bank of Scotland Britische Großbank macht nach einem Jahrzehnt wieder Gewinn

Ein Jahrzehnt lang hatte die RBS rote Zahlen geschrieben. Jetzt vermeldet die angeschlagene Großbank erstmals wieder einen Gewinn.

Im Jahr 2018 peilte die Bank wieder einen Gewinn an. Nun steht die Schwarze Null schon früher. Quelle: Reuters

LondonGute Nachrichten von der Royal Bank of Scotland: Das britische Geldhaus verdient erstmals seit zehn Jahren wieder Geld. 2017 lag der Gewinn bei 752 Millionen Pfund (umgerechnet 852 Millionen Euro), während Analysten mit einem Verlust von 592 Millionen Pfund gerechnet hatten.

Allerdings ist eine milliardenschwere Einigung mit dem US-Justizministerium noch nicht in den Zahlen enthalten – die letzte große Belastung aus der Zeit der Finanzkrise.

Zuletzt hatte die Royal Bank of Scotland mit einer Zahlung von 125 Millionen Dollar einen Streit um Hypothekenpapiere in den USA beigelegt. Eine entsprechende Einigung habe die Bank mit zwei Pensionsfonds erzielt, teilte das Justizministerium Kaliforniens im Dezember mit. Diese hatten dem Geldhaus vorgeworfen, vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise verbriefte Hypothekenpapiere falsch deklariert und verkauft zu haben. Im Juli 2017 hatte die RBS zur Beilegung eines Rechtstreits um Hypothekenpapiere in den USA 5,5 Milliarden Dollar auf den Tisch legen müssen.

Der britische Staat war in der Finanzkrise 2007 bis 2009 mit 46 Milliarden Pfund bei RBS eingestiegen. Die RBS schreibt seit einem Jahrzehnt rote Zahlen und hatte ursprünglich erst für 2018 wieder mit einem Gewinn geplant.

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