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Royal Bank of Scotland Sparkurs zahlt sich für RBS aus

Der Sparkurs der vergangenen Jahre zahlt sich für die Royal Bank of Scotland aus. Das Geldhaus übertraf im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr sieht es aber schlechter aus.

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Der Hauptsitz der Bank in Edinburgh. Der Sparkurs der letzten Jahre zahlt sich für das Geldhaus aus. Quelle: Reuters

London Die krisengeplagte Royal Bank of Scotland (RBS) hat von Kostensenkungen profitiert und mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Betriebsgewinn kletterte im dritten Quartal auf 871 Millionen Pfund (981 Millionen Euro) von 255 Millionen vor Jahresfrist, wie das in der Finanzkrise verstaatlichte Geldhaus am Freitag mitteilte. „Wir haben die Kosten gesenkt, unser Kapital besser eingesetzt und machen Fortschritte beim Abbau unser Altlasten“, sagte Konzernchef Ross McEwan. Die RBS-Aktie kletterte um rund drei Prozent.

Obwohl das Institut bereits das dritte Quartal in Folge einen Gewinn auswies, rechnet McEwan für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Verlust. Grund ist eine drohende Strafe für den Verkauf toxischer Hypotheken-Papiere, die Analystenschätzungen zufolge bei bis zu zwölf Milliarden Pfund liegen könnte. Die Briten verhandeln mit dem US-Justizministerium über einen Vergleich, um diese Altlast aus der Finanzkrise aus dem Weg zu räumen. Eine Einigung werde weiterhin im laufenden Jahr erwartet, erklärte McEwan. Eine Beilegung des Streits gilt als Schlüssel, um in Zukunft wieder eine Dividende ausschütten zu können - und für den Staat, um seine Beteiligung in Höhe von 71 Prozent langsam abbauen zu können.

McEwan bekräftigte, dass die Bank nach einem Jahrzehnt mit roten Zahlen im kommenden Jahr erstmals wieder einen Gewinn schreiben werde. Dabei droht dem Geldhaus neuer Ärger mit den Behörden. Die britische Finanzaufsicht FCA untersucht, wie die Bank mit kleinen Unternehmen während und nach der Finanzkrise umgegangen ist. Kunden hatten der Bad Bank der RBS vorgeworfen, angeschlagene Firmen in die Pleite getrieben zu haben, um günstig an Vermögenswerte zu kommen. Die FCA erklärte vor wenigen Tagen, sie prüfe weitere Schritte gegen die Bank, die zu 71 Prozent dem britischen Staat gehört. McEwan hatte gehofft, den Fall mit einem 400 Millionen Pfund schweren Plan zur Entschädigung von Kunden beizulegen.

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