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Rückversicherer Aktionäre der Swiss Re erhalten trotz vieler Schäden mehr Dividende

Naturkatastrophen haben die Swiss Re im letzten Jahr Milliarden gekostet. Trotzdem steigt die Dividende des Munich-Re-Konkurrenten deutlich.

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Der Rückversicherer hatte ein schadenreiches Jahr 2018. Quelle: dpa

Zürich Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re schüttet trotz hoher Schadenzahlungen für verheerende Katastrophen mehr Geld an seine Aktionäre aus. Neben einer um 0,60 auf 5,60 Franken je Aktie angehobenen Dividende will der Konzern aus Zürich erneut eigene Aktien zurückkaufen und so bis zu zwei Milliarden Franken an seine Eigentümer auszahlen.

Unter dem Strich stand im vergangenen Jahr wegen Milliardenzahlungen für Wirbelstürme, Waldbrände und von Menschen verursachten Katastrophen nur ein Gewinn von 421 Millionen Dollar, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Das ist zwar etwas mehr als im ebenfalls schadenreichen Jahr 2017. In den Jahren davor hatte Swiss Re allerdings noch Milliardengewinne ausgewiesen.

Den Gewinn geschmälert hat auch eine Umstellung in der Rechnungslegung, durch die Wertänderungen im Aktienportfolio unmittelbar in den Gewinnausweis einfließen. Ohne diesen Effekt wäre der Nettogewinn des Konzerns 2018 gut doppelt so hoch ausgefallen. Auch die Börsenschwäche traf den Rückversicherer.

„Es war das zweite anspruchsvolle Jahr in Folge für Swiss Re und die gesamte Versicherungsbranche“, erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler. Mit insgesamt drei Milliarden Dollar schlugen Naturkatastrophen und als von Menschen verursacht eingestufte Desaster zu Buche. Ereignisse wie die Wirbelstürme „Jebi“ in Japan und „Michael“ in den USA, Waldbrände in Kalifornien, Brände in Industrieanlagen und der Verlust eines Satelliten schlugen zu Buche und trafen dabei vor allem das Geschäft mit maßgeschneiderten Versicherungslösungen für Großkunden, dass einen Verlust einfuhr.

Die größte Sparte Schaden- und Unfallversicherung dagegen erzielte einen Gewinn. Gut verdiente Swiss Re auch im Bereich Lebensversicherung und mit der Abwicklung geschlossener Versicherungsportfolios.

Angesichts des zweiten Großschadenjahres in Folge rechnet der zweitgrößte Rückversicherer der Welt hinter Munich Re mit steigenden Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung, insbesondere in den schadenbelasteten Märkten. Bei den Vertragserneuerungen im Januar steigerte Swiss Re das Prämienvolumen um 19 Prozent – auch dank Großtransaktionen.

Zum in Aussicht gestellten Börsengang der Sparte ReAssure – das Geschäft mit geschlossenen Lebensversicherungsbeständen – hielt sich der Konzern bedeckt. Ein solcher im laufenden Jahr werde weiterhin geprüft, hieß es lediglich.

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