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Rückversicherer Hannover Rück trotzt Wirbelstürmen

Positive Überraschung für die Anleger: Die Hannover Rück hat die Hurrikan-Serie gut überstanden – und erwirtschaftete 3,8 Prozent mehr als erwartet.

Die Hannover Rück wurde 1966 gegründet und ist der weltweit drittgrößten Rückversicherer. Quelle: dpa

MünchenDie Hannover Rück hat die Hurrikan-Serie in den USA und der Karibik besser verkraftet als gedacht. Der Nettogewinn habe im abgelaufenen Jahr nach vorläufigen Zahlen bei 950 Millionen Euro gelegen, teilte der weltweit drittgrößte Rückversicherer am Mittwoch in Hannover mit. Nach den Wirbelstürmen „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ hatte Hannover Rück die Prognose auf 800 Millionen Euro gesenkt, 2016 hatte der Rückversicherer 1,17 Milliarden Euro erreicht. Grund für das überraschend gute Abschneiden ist die Rendite auf die Kapitalanlagen: Der Konzern erwirtschaftete damit 3,8 Prozent, deutlich mehr als erwartet. Die Bruttoprämie stieg wie erwartet um rund neun Prozent. Die Dividende werde mit fünf Euro je Aktie auf Vorjahresniveau liegen.

Die Zahlen der Hannover Rück schlagen sich auch auf den Mutterkonzern Talanx nieder, der gut die Hälfte der Anteile an dem Rückversicherer hält. Er schaffte nach Angaben vom Mittwoch einen Nettogewinn von 670 (2016: 907) Millionen Euro, 20 Millionen mehr als zuletzt erwartet. Dabei sprengten die Großschäden – vor allem wegen der Wirbelstürme – mit 1,6 (0,9) Milliarden Euro das Budget deutlich. Die Dividende werde trotz des Gewinnrückgangs „mindestens auf Vorjahreshöhe“ von 1,35 Euro je Aktie liegen, erklärte Talanx.

Für 2018 stimmen die Verhandlungen über neue Verträge mit den Erstversicherern, die zum Jahreswechsel anstanden, Hannover Rück zuversichtlich. Allein in der klassischen Rückversicherung verzeichnete das Unternehmen dabei währungsbereinigt 12,7 Prozent mehr Geschäft, insgesamt sogar 21,8 Prozent mehr. Die Preise seien zumindest stabil geblieben oder moderat gestiegen, obwohl Hedgefonds und andere Investoren zum Teil noch mehr Geld in den Markt pumpten, erklärte Hannover Rück. Zweistellige Erhöhungen ließen sich nur dort durchsetzen, wo die Rückversicherer tatsächlich für Schäden zahlen mussten. In diesem Jahr solle der Gewinn damit wieder auf mehr als eine Milliarde Euro steigen.

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