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Rumänien Zu wenig Geld eingesammelt - Chef des rumänischen Finanzamts entlassen

Ionut Misa, der ehemalige Chef des Finanzamtes sei der Meinung, er habe "die höchsten Einnahmen aller Zeiten" erzielt. Nachfolgerin wird Mihaela Triculescu.

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Misa habe laut der Regierung Rumäniens nicht genug Steuern eingetrieben. Quelle: dpa

Bukarest Rumäniens Regierung hat den Chef des Finanzamts entlassen, weil dieser nicht genügend Steuern eingetrieben hat. Finanzminister Eugen Teodorovici warf Ionut Misa zudem vor, zu wenig für die Reform seiner Behörde, insbesondere die Digitalisierung, getan zu haben. Hingegen betonte Misa, das Finanzamt habe im vergangenen Jahr „die höchsten Einnahmen aller Zeiten“ erzielt und die geplante Summe weit überschritten.

Politische Beobachter mutmaßen, Misa sei in Ungnade gefallen, weil er einem regierungskritischen Flügel der Regierungspartei PSD (Sozialdemokraten) nahestehe. Zur Nachfolgerin wurde Mihaela Triculescu ernannt, die als Spezialistin für Insolvenzverfahren gilt.

Nach Ansicht von Experten ist Rumänien in Finanznöte geraten, weil im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhungen von Gehältern und Renten finanziert werden müssten. Das Defizit des EU-Mitglieds lag im November 2018 bei 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und war damit mehr als doppelt so hoch wie zum gleichen Vorjahreszeitpunkt, als es 1,21 Prozent des BIP betrug. Seit dem 1. Januar hat Rumänien die EU-Ratspräsidentschaft inne.

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