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Scheinkonten Wells Fargo akzeptiert erneute Geldstrafe

Mit 575 Millionen Dollar Geldstrafe stellt die Bank 50 Bundesstaaten ruhig, die das Unternehmen wegen betrügerischer Machenschaften mit Scheinkonten verklagt haben.

New YorkDer Finanzkonzern Wells Fargo hat sich im Skandal um Phantomkonten mit den 50 US-Bundesstaaten auf einen millionenschweren Vergleich geeinigt. Die amerikanische Bank werde 575 Millionen Dollar zur Beilegung des Verfahrens zahlen, teilte das Justizministerium von Iowa am Freitag mit. Das Geschäftsgebaren der Bank hatte Aufsehen erregt: So eröffneten Mitarbeiter Phantomkonten im Namen ihrer Kunden, um interne Ziele zu erfüllen.

Die Zahl der bekanntgewordenen Konten liegt inzwischen bei 3,5 Millionen. Wegen der Affäre einigte sich Wells Fargo bereits 2016 mit den Bundesbehörden auf die Zahlung einer Summe von 190 Millionen Dollar. In einem beispiellosen Schritt hatte die US-Notenbank Fed im Februar dem von Skandalen erschütterten Finanzkonzern weiteres Wachstum verboten. Die Bank darf ihre Bilanzsumme von 1,95 Billionen Dollar (per Ende 2017) erst wieder steigern, wenn sie Unternehmensführung und Kontrollen ausreichend verbessert.

Wells Fargo hat bislang Strafen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar für seine Skandale in den vergangenen Jahren zahlen müssen. Das Geldhaus hat im dritten Quartal bereits 400 Millionen Dollar für den Vergleich zurückgestellt. Die restlichen 175 Millionen Dollar will das Institut bis zum Jahresende schaffen.

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